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Regional „Mit Dresden hab ich’s irgendwie“ – Conchita zu Gast bei den Jazztagen
Nachrichten Kultur Regional „Mit Dresden hab ich’s irgendwie“ – Conchita zu Gast bei den Jazztagen
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15:44 19.11.2018
Conchita bei den Jazztagen Dresden. Quelle: Andreas Weihs
Dresden

Es war das einzige Deutschland-Konzert ihrer „So weit so gut – Best of live“ Tour, dementsprechend groß war die Anzahl der „zugereisten“ Besucher beim Auftritt von Conchita & Band im Erlwein Capitol. Auch auf die Frage, wer denn zum ersten Mal ein Konzert der Jazztage Dresden besucht, gingen fast alle Arme nach oben. Das hatte sich die bärtige Diva, die seit kurzem wieder mehr ihre männliche Seite lebt, fast schon gedacht. Ebenso waren die Besucher wohl kaum im Glauben gekommen, dass hier purer Jazz geboten wird.

Conchita bei den Dresdner Jazztagen

Und so war es auch. Conchita, die eigentlich Thomas Neuwirth heißt, ist eher zwischen eigenwilligem Pop und der Klassik zuhause. Hier muss man einfach gut zuhören, die Stücke sind oft komplex, wandeln musikalisch auf neuen Pfaden, die nicht ausgetreten sind oder gar dem Mainstream folgen. Conchita hat eine eigene Linie kreiert, der das Publikum folgt.

Die Zuschauer brauchen jedenfalls nicht mehr überzeugt zu werden, denn Applaus und spontane Beifallsbekundungen zeigen die Begeisterung an, welche die Sängerin hier entfacht. Selbstbewusst behauptet Conchita: „Kitsch ist das, was ich kann.“ Und setzt gleich noch einen nach: „Ich bin kein Songschreiber. Trotzdem habe ich den folgenden Song komponiert.“ So viel Humor und Ehrlichkeit ist einfach entwaffnend. Zur Elbestadt scheint die Sängerin eine besondere Beziehung zu haben: „Mit Dresden hab ich’s irgendwie“, und plaudert gleich noch ein wenig über den Semperopernball, auf dem sie auch schon sang und den sie „natürlich viel besser findet, als das Pendant in Wien.

Natürlich ist der ESC-Siegersong „Rise Like a Phoenix“ zu hören, aber auch Hildegard Knefs „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Emotionaler Höhepunkt ist „Purple Rain“ inklusive mitreißendem Gitarrensolo, aus dem Repertoire des Musikgenies aus Minneapolis.

Conchita auf der Bühne – das ist spannend, aufrüttelnd, unterhaltsam und irgendwie anders, als man vielleicht erwartet.

Von Andreas Weihs

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