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Regional Bundespolizeiorchester Berlin spielt Benefizkonzert in der Lukaskirche
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12:11 28.09.2019
Gerd Herklotz, Chefdirigent des Bundespolizeiorchesters Berlin Quelle: PR
Dresden

Sinfonische Bläsermusik wie „Flourish” von Ralph Vaughan Williams, „Lux Aurumque“ von Eric Whitacre und „Schottische“ aus Robert Russell Bennetts „Suite of old American Dances“ erklingt am 28. September, 19 Uhr, im Rahmen eines mit „Licht und Gold“ betitelten Benefizkonzertes für die Umsetzung der Sandsteintafeln in der Lukaskirche. Auf Initiative seines neuen Chefdirigenten Gerd Herklotz ist das Bundespolizeiorchester Berlin zu Gast.

Den im Dresdner Kreuzchor sowie an der Hochschule für Musik Dresden ausgebildeten Musiker verbinden prägende Erlebnisse mit der Lukaskirche. Sie ist in seiner Erinnerung ein ganz besonderer Ort: „In der Lukaskirche haben wir mit dem Kreuzchor etliche Schallplattenaufnahmen gemacht. Außerdem habe ich dort Dirigenten wie James Levine, Ozawa und Karl Böhm bei Aufnahmen mit der Staatskapelle erlebt.“

Dresden ist künstlerische Heimat

Gerd Herklotz, geboren 1961 in Glashütte, lebt seit 2004 in Berlin und war in den letzten zehn Jahren regelmäßig in Südkorea tätig. Auch wenn er sich mittlerweile in Berlin zu Hause fühlt, bezeichnet er Dresden als seine künstlerische Heimat: „Hier erhielt ich meine erste und wesentliche musikalische Prägung im Kreuzchor, wo ich auch Chorpräfekt und Orgelpräfekt war. Bei dem unverwechselbaren und vorzüglichen Professor Siegfried Kurz hatte ich meine Dirigierausbildung.“

Bereits ab der 9. Klasse saß der begabte Kruzianer bei Christian Hauschild im Beethovenchor am Klavier, war später im Studium als Assistent der Singakademie in die Probenarbeit integriert und hat in der Lukaskirche bei Aufführungen des Bachschen Weihnachtsoratoriums Orgel gespielt.

Seit Februar 2018 beim Bundespolizeiorchester Berlin

Nach seinem Studium in den Fächern Dirigieren und Klavier war Herklotz als 1. Kapellmeister am Theater Halberstadt sowie am Theater Bautzen, Theater Zwickau und am Theater Vorpommern in Stralsund/Greifswald engagiert, leitete eine Vielzahl von Konzerten, Opernproduktionen, Operetten und Musicals sowie große Ballettproduktionen, darunter Deutsche Erstaufführungen und Uraufführungen. 2003 wurde er Chefdirigent beim Ludwig Musical „Sehnsucht nach dem Paradies“ in Füssen und 2006 Chefdirigent des Neuen Sinfonieorchesters Berlin. Als Gastdirigent wirkte Herklotz u.a. am Nationaltheater Mannheim und am Theater Kiel, gab Gastspiele in Tokio, Seoul und Moskau. Mit der Dresdner Philharmonie arbeitete er zuletzt 1994, 1997 und 2001 zusammen.

Im Februar 2018 übernahm Gerd Herklotz seine neue Aufgabe beim Bundespolizeiorchester Berlin. Vor allem lockte ihn die Herausforderung, was das Repertoire betrifft: „Es gibt nicht so viele wirklich gute Blasorchester in Deutschland und außerdem gibt es eine Unmenge an wertvollen Originalkompositionen großer Komponisten wie Ottorino Respighi, Paul Hindemith oder Anton Bruckner, die leider in der Wahrnehmung der Musikinteressierten nicht an vorderster Stelle stehen.“ Auch reizte ihn die Vielfalt seiner Position, die ihn als Dirigent und Orchestererzieher ebenso fordert wie als Dramaturg und Organisator von Projekten und Konzerten.

Mehr als 40 Konzerte im Jahr

Das professionelle Ensemble aus 45 Musikern gibt über 40 Konzerte im Jahr und arbeitet zudem mit Berliner Kinderchören sowie mit jungen Musikern im Rahmen einer Kooperation mit dem Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach zusammen. Gepflegt wird ein umfangreiches Repertoire, das neben Originalkompositionen für Sinfonisches Blasorchester auch Spezialarrangements aus Filmmusik und Musical sowie traditionelle Märsche beinhaltet. So werden in dem von Gerd Herklotz moderierten Benefizkonzert am Sonnabend in der Lukaskirche u.a. auch das „Glühwürmchen-Idyll“ aus „Lysistrata” von Paul Lincke, Arrangements aus Frederick Loewes „My Fair Lady“ und ein „Charlie Chaplin Medley“ zu hören sein.

Sonnabend, 19 Uhr, Lukaskirche: Benefizkonzert für die Umsetzung der Sandsteintafeln. Der Eintritt ist frei. In der Pause berichtet der Bauausschuss über den Fortschritt der Sanierung. Es gibt – gegen Spende – einen kleinen Imbiss.

www.lukaskirche-dresden.de

Von Silke Fraikin

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