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Regional Breschke & Schuch: Jubiläumsspielzeit mit Weihnachtsmärchen
Nachrichten Kultur Regional Breschke & Schuch: Jubiläumsspielzeit mit Weihnachtsmärchen
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17:52 17.09.2018
Auch wenn Manfred Breschke (l.) bereits die Rente genießt: Hin und wieder ist er im Duo mit Thomas Schuch gemeinsam auf der Bühne zu erleben. Quelle: Foto: PR
Dresden

„Wir müssen uns strecken, es muss etwas passieren“, sagt Thomas Schuch, wenn er an die vergangene Spielzeit und die leergebliebenen Stühle denkt. Ein Blick in das Programm der kommenden Spielzeit zeigt: Es passiert etwas. Neben vorher nie dagewesenen Bühnenstücken und namhaften Gastspielen steht auch das große Bühnenjubiläum des Kabarett-Duos Breschke & Schuch vor der Tür.

Aber von vorn. Um den Gästen einen Vorgeschmack auf das kommende halbe Jahr zu geben, findet am 20. September das große Auftakt-Furioso statt. Ab 18 Uhr erwartet die Besucher ein Mix aus Kabarett, Musik und Tanzparty. Die Salondamen, Gunther Emmerlich, die Jindrich Staidel Combo, Beate Laaß, natürlich Breschke & Schuch, Daniel Vedres, Mommerich, Herr 13, die Swingtänzer – alle sind sie dabei und läuten gemeinsam die neue Spielzeit ein.

Striezelmarktwirtschaft bleibt im Programm

Der nächste Höhepunkt betritt am 28. September um 19.30 Uhr die Bühne: Werner Brix, Jurypreisträger des Dresdner Satire-Preises 2018, präsentiert sein neues Programm „Mit Vollgas zum Burnout“. Auf die Schaufel genommen wird alles, was Hast und Eile hat, heißt es in der Programmbeschreibung. Auch der Publikumspreisträger des Satire-Preises beehrt das Kabarett, und zwar am 19. Oktober. Sulaiman Masomi erzählt in seinem Programm „Keine Angst, ich kann Deutsch“ Geschichten über sein Leben als Migrant in Deutschland. Gunther Emmerlich besucht das Kabarett gleich zweimal. Am 7. und am 8. Oktober singt, swingt und liest er aus seinem neuesten Buch „Spätlese...“. Das Swing-Quartett unterstützt ihn mit der passenden Musik.

Was in einer winterlichen Spielzeit bei Breschke & Schuch nicht fehlen darf, ist die Striezelmarktwirtschaft. Nach zwei Voraufführungen am 14. und 16. November findet die große Premiere der Jahrtausendabrechnung mit dem diesjährigen Motto „Es ist für uns eine Zeit angekommen...“ am 17. November statt.

Weihnachtsmärchen mit aktuellem Bezug

Bis hierher passiert also schon eine Menge. Doch bisher sind das alles bekannte Gesichter und vertraute Formate. Es geht allerdings auch ganz neu bei Breschke & Schuch. So beginnt am 18. November das „Musikalische Verhör“, woraus sich eine neue Reihe entwickeln soll. An diesen Abenden stellen sich berühmte lokale Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur den Fragen von Musiker Micha Winkler. Los geht es mit Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). Im Dezember wagen sich die Kabarettisten und Musiker erstmals an ein Musical für die ganze Familie. „Wir haben schon immer den Wunsch gehabt, mal ein Märchen zu machen“, sagt Schuch mit großer Vorfreude. Ab dem 2. Dezember zeigt das Kabarett die Geschichte von Kathrinchen Zimtstern. Die Geschichte ist nicht neu und bereits 2012 als Buch von Bastian Backstein erschienen.

Kurz und knapp: Das Engelchen findet sich durch widrige Umstände völlig allein im fernen Afrika wieder. Umgehend macht sie sich auf den Heimweg. Ihre Freunde machen sich zeitgleich auf die Suche nach ihr und so beginnt ein spannendes Weihnachtsabenteuer. Nebenbei sei bemerkt: Das Engelchen und ihre Freunde treffen sich in Gibraltar. Dass dieser Weg von Afrika über das Mittelmeer zurück nach Europa einmal so aktuell sein könne, hat sich der Autor damals sicher nicht denken können. Backstein, geboren in Freiberg, lebte damals in Spanien und merkte mit der Zeit, wie sehr ihm die erzgebirgische Weihnacht fehlt. So entstand Kathrinchen Zimtstern. Die Aufführung ist in der Woche vor allem auch für Schulklassen gedacht. Dennoch sind Familien jederzeit willkommen, am 16. und 23. Dezember gibt es sogar jeweils zwei Vorstellungen.

Erhoffte Synergieeffekte blieben aus

Micha Winkler ist für die musikalische Untermalung des Musicals zuständig und gehört ab Januar 2019 fest zum Inventar des Kabaretts. „Ich bin schon lange Freund des Hauses und mag die Atmosphäre hier sehr“, sagt Winkler dazu. Er habe während seiner Zusammenarbeit mit Gunther Emmerlich viel gelernt und möchte sich künftig nicht nur der Musik, sondern auch dem szenischen Arbeiten widmen. Auch Manfred Breschke taucht sowohl in der Besetzung des Musicals als auch an anderen Punkten im Programm immer mal wieder auf. 2017 ging der Kabarettist in Rente, doch Thomas Schuch bekräftigt: „Wir sind nicht getrennt!“ Trotz Rente kann Breschke das Texten und Spielen nicht lassen, aber eben auf „geringfügiger Basis“, wie er es erklärt.

Im neuen Spielplan wird deutlich, dass sich das Kabarett streckt. Was auch bedeutet, dass immer mehr Kleinkunst auf der Bühne gespielt wird. Im Hinblick auf die junge Generation möchte sich das Theater ebenfalls mehr öffnen, das Musical ist ein großer Anfang. Ebenso die neue Reihe des musikalischen Verhörs, denn auch hier sollen lokale Gäste eingeladen werden, die auf Youtube und anderen Jugendformaten bekannt sind. Nicht nur die Lage – Schuchs erhoffte Synergieeffekte durch die Eröffnung der Operette im Kraftwerk Mitte blieben nach eigener Aussage aus – und das große Angebot in Dresden erschweren den Kartenverkauf des Kabaretts: „Es ist eine schwierige Zeit für das politische Kabarett, wo wir uns gefühlt doch gerade in einer Realsatire bewegen“, sagt Micha Winkler.

neue Spielzeit ab 20. September mit großer Eröffnung ab 18 Uhr, Karten für 25 Euro inklusive kulinarischer Grundversorgung

www.kabarett-breschke-schuch.de

Von Lisa-Marie Leuteritz

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