Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Abschied von Franz Martin Olbrisch in der Musikhochschule Dresden
Nachrichten Kultur Regional Abschied von Franz Martin Olbrisch in der Musikhochschule Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:45 29.01.2020
Martin Olbrisch  Quelle: Foto: Astrid Karger,
Dresden

Die Kompositionsabteilung der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden gehört zu jenen integralen Teilen dieses Hauses, die einen deutlich überregionalen Ruf besitzen. Einer jener Professoren, denen sie dies besonders verdankt, ist Franz Martin Olbrisch. Fast ein Jahrzehnt lang leitete er seine Abteilung, trug wesentlich zu ihrer Verankerung innerhalb der Ausbildungsinstitution, aber auch in Stadt und Region bei. Und er war als Netzwerker und Brückenbauer erfolgreich auch im Begründen oder Weiterführen von Kooperationen, die über Sachsen hinausreichen – so etwa mit anderen Hochschulen, mit Forschungs- und Rundfunkanstalten oder mit verschiedensten Klangkörpern.

Gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelte er neue Ideen und Formate oder feilte an bereits vorhandenen. Und er trug wesentlich dazu bei, dass das von ihm seit 2009 geleitete Elektronische Studio der HfM einen Prozess der ästhetischen und konzeptionellen Öffnung erfahren hat. Von seinen Aktivitäten haben Dutzende von Studierenden, aber ebenso die verschiedensten Gewerke der Hochschule enorm profitiert. Doch sein Aktionsradius kommt auch darin zum Ausdruck, dass Olbrisch mehrere Jahre Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste war und seit neun Jahren in gleicher Funktion in der deutschen Gesellschaft für Neue Musik amtiert.

Portraitkonzert zum Abschied

Von vergleichbarer Vielseitigkeit ist zudem auch der wohl entscheidende Wirkungsbereich von Olbrisch geprägt, jener des Komponisten. Für einige der wichtigen Klangkörper in Deutschland schrieb er Orchesterwerke, die sich durch eine bemerkenswerte klangliche Vielfalt auszeichnen. Doch nicht nur klassischen Instrumenten und Besetzungen widmet sich Olbrisch mit Nachdruck, sondern Gleiches gilt auch für das weit gestaffelte Feld des elektroakustischen und multimedialen Komponierens. Gerade darin gilt er seit langem als feste Größe – und dabei reicht das Spektrum bis hin zu Formaten, in denen die Grenzen zu anderen Kunstbereichen auf faszinierende Weise verflüssigt werden.

Kulturnews aus Dresden

Soloflötistin der Sächsischen Staatskapelle überzeugt mit Bach-Aufnahme

Cellist Friedrich Thiele und „medicanti“ spielten im Alten Schlachthof Dresden

Gelungen: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ am tjg Dresden

Etwas von den genannten Qualitäten sucht auch das Portraitkonzert abzubilden, mit dem der Komponist heute an seiner langjährigen Wirkungsstätte verabschiedet wird. Mit von der Partie ist der in Weimar lebende kanadische Komponist Robin Minard – der als Geste langjähriger Freundschaft zum Olbrisch-Abschied ein „Book of Spaces“ überschriebenes neues elektronisches Werk beisteuert.

Mittwoch, 19.30 Uhr im Konzertsaal der Dresdner Musikhochschule: „Ein Portrait zum Abschied“ – Gesprächskonzert mit Werken von Franz Martin Olbrisch und Robin Minard. Ausführende: Christoph Ritter (Tasteninstrumente), Elizaveta Birjukova (Flöte), Franz Martin Olbrisch (Live-Elektronik) sowie Studierende der HfM Dresden, Leitung: Nicolas KuhnZuvor Mittwoch, 18 Uhr, im Raum W407: Öffentlicher Vortrag von Robin Minard in der Reihe „Musik mit Medien“

Von DNN

Sabine Kittel, die Soloflötistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden, hat Bachs Cellosuiten auf der Flöte eingespielt. Die Aufnahme überzeugt musikalisch und in der Tonqualität.

29.01.2020

Die Landesbühnen Sachsen zeigen in Cyril Gelys „Diplomatie“ einen fiktiven Dialog, der 1944 Paris vor der Auslöschung gerettet hat. Der Zuschauer soll während des von Tine Josch inszenierten Kammerspiels das komplexe Dilemma der Entscheidungsfindung nicht allein den Figuren überlassen.

28.01.2020

Die szenische Lesung des Hörspiels „Die Unmöglichen“ von Paul Plamper und Julian Kamphausen im Dresdner Kulturpalast widmete sich einen Abend lang dem menschlichen Drang nach Vorhersagbarkeit, und zwar bereits bevor das Leben begonnen hat.

28.01.2020