Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Kultur Weltweit Russischer Regisseur Serebrennikow aus Hausarrest entlassen
Nachrichten Kultur Kultur Weltweit Russischer Regisseur Serebrennikow aus Hausarrest entlassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:49 08.04.2019
Spricht nach einer Gerichtsverhandlung mit Journalisten: Der russische Regisseur Serebrennikow ist überraschend nach rund anderthalb Jahren aus dem Hausarrest entlassen worden. Quelle: Pavel Golovkin/AP/dpa
Moskau

Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow ist überraschend nach rund anderthalb Jahren aus dem Hausarrest in Moskau entlassen worden. Der 49-Jährige dürfe die Stadt aber nicht unerlaubt verlassen, meldete die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf ein Gericht der russischen Hauptstadt. Demnach muss er bei der Polizei um Erlaubnis bitten, wenn er Moskau verlassen will. Sein Reisepass ist eingezogen. Serebrennikow sagte nach der Entscheidung, dass er nun wieder ungehindert arbeiten wolle. Menschenrechtler begrüßten die Entscheidung des Gerichts.

Internationale Kritik von Filmstars und Politikern

Die Justiz hatte ungeachtet internationalen Protests erst in der vergangenen Woche den Hausarrest um weitere drei Monate verlängert. Das Verfahren gegen den Kino- und Theaterregisseur steht international als inszeniert in der Kritik. Filmstars, Theaterschaffende und Politiker hatten Russland immer wieder aufgefordert, die Verfolgung liberaler Künstler zu beenden.

Die russische Justiz wirft Serebrennikow sowie weiteren Angeklagten weiterhin die Veruntreuung staatlicher Fördermittel in Millionenhöhe vor. Der Regisseur weist das zurück. Die Staatsanwaltschaft hatte zuletzt beantragt, den Künstler auch künftig in seiner Wohnung festzuhalten, um weitere offene Fragen zu klären. Immer wieder gab es Vorwürfe, die Ermittler hätten nichts in der Hand gegen Serebrennikow. Nun machte das Gericht die Entscheidung der Vorwoche überraschend rückgängig.

Inszenierungen trotz Hausarrest

Serebrennikow arbeitete trotz eingeschränkter Bewegungsfreiheit in seiner Wohnung. So führte die Staatsoper Hamburg im März seine Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“ auf. Auch die Oper Stuttgart und weitere Häuser hatten Aufführungen trotz Abwesenheit des Regisseurs auf die Bühne gebracht. Ende März erhielt er den renommierten russischen Filmpreis „Nika“ – für die beste Regie. Sein voriges Jahr auch in Deutschland gezeigter Film „Leto“ erzählt die Geschichte des sowjetischen Rockstars Viktor Zoi.

Von RND / dpa

In der Disco-Ära der 70er Jahre lieferte Giorgio Moroder die Hits am Fließband. In den 80ern komponierte er hitlastige Soundtracks wie „Top Gun“ oder „Flashdance“. Er gewann Grammys und Oscars. Nun ist er 78 Jahre alt – und geht auf große Tournee.

08.04.2019

Dass Will Smith in der Fortsetzung von „Suicide Squad“ nicht dabei ist, war bekannt. Jetzt soll aber die ursprünglich von ihm verkörperte Rolle des Bösewichts Deadshot komplett gestrichen werden – obwohl bereits ein Ersatz für Smith gefunden war.

07.04.2019

Der französische Journalist Philippe Lançon hat das Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 schwer verletzt überlebt. In seinem Buch „Der Fetzen“ schreibt er über den langen Weg der seelischen und der körperlichen Genesung.

06.04.2019