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Nachrichten Internationale Weihnachten
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20:57 22.12.2017

Internationale Weihnachten

Unternehmen vermarkteten Weihnachten aggressiv als das große Schenken. Für Kinder geht mittlerweile auch die Geschichte vom Weihnachtsmann um. Sie werden so lange beschenkt, bis sie nicht mehr an ihn glauben. Eltern bekommen aber nichts von ihren Kindern. Das liegt wohl auch daran, dass die großen Geschäfte diese Marktlücke noch nicht entdeckt haben. Denn in Japan bestimmt eben kein kultureller Hintergrund, was zu Weihnachten angesagt ist, sondern allein die Findigkeit von Geschäftemachern.

Quelle: dpa

So schaffte es der US-Fast-Food-Konzern Kentucky Fried Chicken vor 40 Jahren, den Japanern beizubringen, es sei eine urweihnachtliche Sache, zu Heiligabend frittiertes Huhn aus einem Pappkarton zu essen. Für rund 10 Dollar gab es das Weihnachtsmenü, bestehend aus einem Eimer Chicken Wings und Getränken. Bis heute zieht die Tour: Die Jahresumsätze von KFC sind in Japan in der Weihnachtszeit um die Hälfte höher als sonst im Jahr.

Quelle: picture alliance / Eugene Hoshikpicture alliance / Eugene Hoshik

Grün, Rot und Gold – das sind die Farben des Weihnachtsfestes auch in der Islamischen Republik Iran. Die Schaufenster entlang der Mirza Shirazi Avenue im christlich-armenischen Viertel Teherans sind vollgestopft mit Weihnachtsmännern, Eisbären, Schneemannkissen, Glimmersternen und „Merry Christmas“-Bannern. Immer häufiger aber wird auch in den Basaren und Shoppingmalls anderer Stadtviertel Weihnachtsdeko angeboten. Besonders beliebt derzeit: handgeschnitzte und bemalte Krippen. Nur etwa ein Prozent der Iraner sind Christen. Sie zelebrieren ihr religiöses Leben in Kirchen und Gemeinden ungestört vom Staat. Weihnachten feiern die Katholiken am 25. Dezember, die viel zahlreicheren Armenisch-Orthodoxen am 6. Januar. Am ersten Weihnachtstag gibt’s Hühncheneintopf (Harissa) – zum Fastenbrechen, denn vom 1. Dezember an essen iranische Christen weder Fleisch noch Milch, Eier oder Käse. Der Höhepunkt ist nach wie vor der lange Gottesdienst – gerne auch mit muslimischen Freunden. Geschenke gibt’s trotz der überbordenden Lust an Dekoration in der Regel nur für Kinder – zumeist, ganz praktisch, Kleidung fürs neue Jahr. Photo: ABEDIN TAHERKENARAH dpa (zu dpa:“Weihnachten im Iran - Santa Claus in Achse des Bösen“ vom 12.12.2012) | iran weihnachten

Quelle: EPAEPA