Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Digital Wenn das Kind nur noch Computerspielen möchte – Tipps für Eltern
Nachrichten Digital Wenn das Kind nur noch Computerspielen möchte – Tipps für Eltern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:30 24.07.2019
Damit Kinder nicht stundenlang vor der Spielkonsole sitzen, sollten vorab gemeinsam Regeln aufgestellt werden. Quelle: Florian Schuh/dpa-tmn
Fürth

Viele Jugendliche würden am liebsten den ganzen Tag vor Computer oder Spielkonsole hocken. Wie können Eltern einen Riegel vor ausufernde Gaming Sessions schieben?

„Die exzessive Nutzung hat meist eine Vorgeschichte“, weiß Dorothea Jung von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Eltern, die versäumt haben, ihren Sprösslingen von klein auf Grenzen zu setzen, haben es dann schwer, wenn diese ins Teenageralter kommen.

Erziehung: Ausgewogenheit für Kinder schaffen

Kinder müssten den Umgang mit digitalen Medien lernen. Zu einer guten Medienerziehung gehört für die Pädagogin deshalb, auf eine gesunde Ausgewogenheit zwischen Erlebnissen und Erfahrungen, die Kinder im realen Leben machen und Erfahrungen aus dem virtuellen Erleben zu achten. „Denn zu einer gesunden Hirnentwicklung gehört Erleben mit allen Sinnen. Nur durch das FIFA-Videospiel allein lernen sie nicht, wie Fußballspielen wirklich geht“, erklärt Jung.

Medienerziehung: Reales Leben muss wichtige Rolle spielen

Am Beispiel Fußball heißt das: Wie fühlt sich etwa der Ball an, mit dem die Kinder spielen? Ist er schwer oder leicht? Glatt oder rau? Wie fühlt es sich an, wenn sie mit dem Ball über den Platz laufen? Ist das anstrengend, kommt man dabei außer Puste? „Solche Erfahrungen machen Kinder nicht beim Computerspiel, sondern nur im realen Erleben“, erläutert die Erziehungsberaterin. Aus ihrer Sicht sollte bei der Medienerziehung der Anteil am realen Leben größer sein als der virtuelle. Das schließe Fernseh-, Smartphone oder Tabletzeiten ein.

Regeln: Gemeinsam mit dem Kind besprechen

Und wenn das Kind schon in den Gamer-Brunnen gefallen ist? „Wichtig ist, nicht in die Vorwurfshaltung zu verfallen“, rät die Pädagogin. Wenn Eltern immer nur meckern und in die Konfrontation gingen, entwickele das Kind oder der Jugendliche eine Abwehrhaltung, verschließt sich und erzählt gar nichts mehr.

„Um mitzubekommen, was das Kind bewegt, ist es besser, neugierig zu fragen, wie das Spiel geht und es sich zeigen zu lassen“, so Jung. Das Spielen dagegen zu verbieten, bringe nichts. „Dann spielt es bei Freunden. Kinder sind da erfinderisch“, weiß die Erziehungsexpertin. Bewährt hätte sich, im Vorfeld Regeln aufzustellen, etwa mit einem Stundenkontingent pro Tag oder in der Woche. „Wichtig ist aber, diese Regeln gemeinsam zu besprechen“, empfiehlt Dorothea Jung.

Auch interessant:
Erziehung: Mehr Bewegung, weniger glotzen

Von RND/dpa

Wie souverän fühlen sich ältere Menschen im Internet? Nutzen Senioren die Vorteile des digitalen Zeitalters überhaupt für ihren Alltag? Die Ergebnisse einer Umfrage zeigen jetzt großen Nachholbedarf.

24.07.2019

Bisher perlte jeder Datenschutz-Ärger an Facebook ab - so gab es auch im Skandal um Cambridge Analytica keine Einbrüche. Frische Zahlen werden nun zeigen, ob das so bleibt. Zudem werden neue Details zur US-Milliardenstrafe im Zusammenhang mit dem Skandals erwartet.

24.07.2019

24 oder 27 Zoll? Curved oder normal? Günstig oder teuer? Als Laie kann sich der Kauf eines neuen Monitors als recht schwierig erweisen – zu groß ist mittlerweile das Angebot. Stiftung Warentest hat 15 gängige Geräte auf Hertz und Zoll getestet.

24.07.2019