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Digital Verfassungsschutz warnt vor Cyber-Angriffen auf deutsche Medienhäuser
Nachrichten Digital Verfassungsschutz warnt vor Cyber-Angriffen auf deutsche Medienhäuser
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09:46 13.07.2018
Das Bundesamt für Verfassungsschutz. Quelle: dpa
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Köln

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt vor „besonders hochwertigen“ Cyberangriffen auf deutsche Medienhäuser. Es gebe auch Hinweise auf einen Angriff gegen eine Organisation im Bereich der Chemiewaffenforschung, wie das Bundesamt am Donnerstag in Köln mitteilte. Es sei wahrscheinlich, dass noch weitere bislang nicht bekannte Unternehmen in Deutschland betroffen seien. Konkrete Informationen über Angriffe liegen dem BfV nach eigenen Angaben für den Zeitraum zwischen August 2017 und Juni 2018 vor, vermutlich dauerten die Attacken aber weiter an, hieß es.

Bei den Angriffen seien gezielt E-Mails mit Schadsoftware versendet worden, die die Schutzmechanismen von Microsoft-Software aushebeln, erklärte das BfV. Bekannt sind demnach bislang zwei Dokumente mit den Namen „E-Mail-Adressliste_2018.doc“ und „Wichtig! Neue Anforderungen an die Informationssicherheit. Konten bearbeite.doc“.

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Verdacht richtet sich gegen Sandworm

Die Verfassungsschützer vermuten die „hoch versierte und äußerst aggressive“ Hacker-Gruppierung mit dem Codenamen „Sandworm“ hinter den Attacken. Die Gruppe wurde in der Vergangenheit in Russland verortet und ist laut BfV seit mindestens 2013 aktiv. Sie soll Cyberspionage gegen die Nato, westliche Regierungsstellen, Telekommunikationsunternehmen und akademische Einrichtungen betrieben haben, später dann aber auch gegen ukrainische Energieversorger.

Der Präsident des BfV, Hans-Georg Maaßen, hatte vor Kurzem vor verstärkten Cyberangriffen aus Russland, China und dem Iran gewarnt. Die Verantwortung für den jüngsten flächendeckenden Hackerangriff auf deutsche Stormnetze und Energieunternehmen schreibt Maaßen Russland zu.

Von dpa/RND