Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Digital Hunderte Millionen User betroffen: Facebook speicherte Passwörter unverschlüsselt
Nachrichten Digital Hunderte Millionen User betroffen: Facebook speicherte Passwörter unverschlüsselt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 21.03.2019
Bei Facebook hat es erneut eine Panne im Umgang mit Nutzerdaten gegeben. Quelle: AP
Hannover

Der renommierte IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise, bei Facebook seien zeitweise die Passwörter von 200 bis 600 Millionen Nutzerkonten für alle Mitarbeiter einsehbar gewesen.

Krebs bezieht sich bei seinem Bericht auf Facebook-Insider. Diese hätten ihm geschildert, dass die Login-Daten von Nutzern im Mitarbeiter-Netzwerk von Facebook im Klartext und durchsuchbar abgespeichert waren – theoretisch konnten demnach mehr als 20000 Facebook-Mitarbeiter nahezu auf beliebige Facebook-Konten zugreifen. Den Insidern zufolge haben die Facebook-Entwickler davon insgesamt etwa neun Millionen Mal gebraucht gemacht.

Nach Angaben von Krebs untersucht Facebook noch das genaue Ausmaß des Skandals. Die interne Prüfung deute daraufhin, dass die ältesten verdächtigen Vorgänge aus dem Jahr 2012 stammen. Genaue Angaben zur Zahl der betroffenen Konten könne Facebook noch nicht machen.

Facebook will Nutzer informieren

Mittlerweile hat Facebook selbst ein Statement veröffentlicht. Ohne explizit auf den Bericht einzugehen, kündigte das Unternehmen an, demnächst hunderte Millionen Nutzer über eine Panne informieren zu wollen. Dabei gehe es um die Speicherung von Passwörtern im Klartext im Intranet des Unternehmens. Eine Änderung des Passworts empfiehlt Facebook nicht.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht das anders. „Das BSI rät Nutzern, ihre Passwörter zu ändern“, twitterte die Behörde umgehend nach Bekanntwerden der Panne bei Facebook. Kritik kam auch vom Bundesdatenschutzbeauftragten: „Facebook muss endlich eine Datenschutzkultur entwickeln“, schrieb Ulrich Kelber ebenfalls auf Twitter.

Betroffen waren demnach Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie zehntausende Instagram-Nutzer. Facebook Lite ist eine abgespeckte Facebook-Version für Menschen mit schwachen Internetverbindungen.

Zugleich betonte Facebook, die Login-Informationen seien nie für Menschen außerhalb von Facebook sichtbar gewesen. Auch gebe es keine Hinweise auf Missbrauch der Daten durch Mitarbeiter von Facebook.

Auch teilte Facebook mit, die nun öffentlich gewordene Speicherung von Passwörtern sei beendet worden. Künftig sollen Passwörter verschlüsselt abgespeichert werden. „Uns ist nichts wichtiger als der Schutz der Informationen der Nutzer“, schreibt der Konzern, der sich derzeit um ein besseres Image bemüht.

Von RND/hö

Die Namen klingen gewöhnlich, die E-Mails sind nicht voller Rechtschreibfehler – einen Job wollen die Versender aber nicht. Die Polizei warnt derzeit wieder vor gefälschten E-Mail-Bewerbungen.

21.03.2019

Vier Jahre lang ließ Apple das iPad mini ohne Aktualisierung. Nun gibt es eine Neuauflage des Tablets. Was kann das neue iPad mini?

21.03.2019

24 Stunden lang wird Wikipedia nicht erreichbar sein. Aber was steckt hinter dem Offline-Tag, und wo können Sie stattdessen online suchen?

21.03.2019