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Digital Google Maps bald mit Augmented Reality - aber nicht in Deutschland?
Nachrichten Digital Google Maps bald mit Augmented Reality - aber nicht in Deutschland?
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11:14 21.02.2019
AR-Technologie könnte die Navigation über Google Maps in Zukunft noch effektiver gestalten. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Mountain View

Zukünftig wird Navigieren mit dem Handy noch intuitiver - zumindest für Nutzer von Googles Navigationssoftware Google Maps. Das US-Technologieunternehmen erweitert seine Navigations-App „Google Maps“ um eine Augmented-Reality-, kurz AR-Funktion. Das Vorhaben wurde im vergangenen Jahr auf der Entwicklerkonferenz I/O 2018 angekündigt. Inzwischen wurden öffentliche Tests durchgeführt.

Google gewährte sogenannten Local Guides erste Einblicke in den Entwicklungsstand der neuen Funktion, die sich auch der Fotoaufnahmen bedient, die im Street View-Modus zum Einsatz kommen. Doch genau das könnte dem neuen AR-Feature in Deutschland in die Quere kommen.

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Wie funktioniert Augmented Reality in Google Maps?

Street View erlaubt Nutzern der App, sich ein virtuelles Bild von einer Umgebung zu machen. So lassen sich fremde Orte und Städte auf Straßenebene erkunden, ohne selbst anwesend zu sein. In Google Maps ermöglicht Street View somit einen virtuell begehbaren Stadtplan. Dafür nutzt die App Fotomaterial und Daten von Street View-Fahrzeugen, die Straßennetze abfahren und dabei auch Gebäude abfotografieren.

Die AR-Technologie erweitert diese Funktion nun um Grafiken, die auf dem Kamerabild der Nutzer angezeigt werden und über die Karte beziehungsweise Fotos in Google Maps gelegt werden. Zusammen mit VPS-Technologie (Visual Positioning System) erlaubt Augmented Reality also, Objekte täuschend echt in Bildern zu platzieren. Dafür gleicht Maps die durch die Handy- oder Tabletkamera erfasste Umgebung mit GPS-Daten und Bildaufnahmen aus Street View ab.

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Google erhofft sich durch das neue Feature eine genauere Navigation, durch die vor allem Fußgänger profitieren. So könnten grafische Elemente wie Pfeile oder kleine Figuren, wie ein animierter Fuchs, auf dem Display des Smartphones oder Tablets als Wegweiser in Echtzeit dienen und Nutzern die Richtung vorgeben:

In einer ähnlichen Funktionsweise kommt Augmented Reality, zu deutsch erweiterte Realität, bereits in dem Mobile Game Pokémon Go“ zum Einsatz. Auch dort nutzen Spieler eine virtuelle Landkarte, auf der, im AR-Modus, Objekte und Spielfiguren über das Kamerabild gelagert werden.

Keine AR-Navigation für deutsche Nutzer von Google Maps?

In Deutschland müssen Nutzer von Google Maps möglicherweise länger auf die Verfügbarkeit des neuen Features warten. Grund dafür ist die eher ablehnende Haltung vieler gegenüber Googles Praxis, Straßen und Gebäude für den Street View-Modus abzufotografieren.

Zwar hat Google, erstmals 2008, auch in Deutschland Daten und Bilder aus zahlreichen Städten und Landkreisen gesammelt. Online veröffentlicht und damit nutzbar wurden diese aber erst Ende 2010. Nachdem Google zunächst mitteilte, die in Deutschland durch Street View abgedeckten Orte nicht zu erweitern, fuhren 2017 erstmals wieder Fahrzeuge des Dienstes durch deutsche Städte.

Möglich ist deshalb, dass Google diese neuen Daten nutzen wird, um auch hiesigen Google Maps-Nutzern die neue AR-Technologie anbieten zu können. Wann oder ob es überhaupt dazu kommt, bleibt abzuwarten.

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Von RND/pf

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