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Digital Ältere Generation verfügt über zu wenig digitale Kompetenz
Nachrichten Digital Ältere Generation verfügt über zu wenig digitale Kompetenz
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13:25 24.07.2019
Eine Studie zeigt jetzt, dass viele Senioren sich im Umgang mit dem Internet nicht sicher fühlen. Quelle: Tim Brakemeier/dpa
Gütersloh

Bei der Mehrheit der älteren Menschen in Deutschland bestehen einer Studie zufolge erhebliche Defizite was die digitale Kompetenz betrifft. Unter den 60- bis 69-Jährigen fühlen sich nur 41 Prozent sicher oder sehr sicher im Umgang mit dem Internet.

Das ergab eine repräsentative Befragung des Marktforschungsunternehmens Kantar unter rund 1000 Personen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. In der Gruppe 70 plus sagt das sogar nur jeder Dritte (36 Prozent). Zum Vergleich: Unter den 14- bis 29-Jährigen fühlen sich 79 Prozent sicher oder sehr sicher.

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Nachholbedarf: Digitale Fähigkeiten müssen ausgebaut werden

Bei eigenen Kenntnissen über digitale Technologien, Anwendungen und Risiken, gab die Hälfte der 60 bis 69 Jahre alten Befragten an, sich eher gut bis sehr gut auszukennen. In der Gruppe 70 plus kamen nur 36 Prozent zu dieser positiven Selbsteinschätzung. Bei den digitalen Fähigkeiten gebe es deutlichen Nachholbedarf, hieß es in der am Mittwoch in Gütersloh veröffentlichten Analyse.

Denn gerade für die „Silver Surfer“ biete das Internet viele Vorteile. Digitale Angebote könnten dazu beitragen, möglichst lange selbstbestimmt zu leben, auch wenn die Mobilität eingeschränkt sei. So könnten Senioren die tagtäglich benötigten Waren und Dienstleistungen online ordern und organisieren sowie mit Familie und Freunden via Smartphone oder Laptop rege kommunizieren.

Millionen Senioren in Deutschland offline

Der Untersuchung zufolge sind aber rund zehn Millionen Menschen bundesweit offline – und in über 75 Prozent handele es sich dabei um Bürger jenseits der 65 Jahre. Die Innovationsgeschwindigkeit steige im digitalen Zeitalters weiter gewaltig. Parallel dazu gewinnen Internet und digitale Technologien laut Studie auch für immer mehr Alltagsbereiche an Bedeutung.

Um die ältere Generation digital ausreichend fit zu machen, brauche es mehr als die Fähigkeit, Apps aufs Smartphone zu laden oder Online-Banking durchzuführen. Niedrigschwellige Lernangebote in den Kommunen seien nötig. Positive Beispiele gebe es schon einige – etwa die Stadtteilbibliothek Köln-Kalk, wo generationenübergreifend gelernt, geübt und experimentiert werden könne – kostenfrei, mit technologisch moderner Ausstattung und in vielen Veranstaltungen.

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Von RND/dpa

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