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Gesundheit Medikamente: Grapefruits verstärken Wirkung
Mehr Gesundheit Medikamente: Grapefruits verstärken Wirkung
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11:33 04.09.2019
Keine gute Kombination: Wer Medikamente einnimmt, sollte davor keine Grapefruits essen. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
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Hannover

Alkohol oder Kaffee führen in Kombination mit vielen Medikamenten oft zu Problemen. Unerwünschte Wechselwirkungen kann es aber auch mit gesunden Lebensmitteln geben. Die Grapefruit zum Beispiel enthält Substanzen, die im Körper mit zahlreichen Arzneistoffen konkurrieren.

Grapefruit verstärkt Arzneiwirkung

Etwa vier Stunden nach dem Verzehr von Grapefruits verhält sich der Stoffwechsel in Hinblick auf die Wirkung vieler Arzneimittel fast unkalkulierbar, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Oft wird die Wirkung der Arznei verstärkt. Wer Medikamente nehmen muss, sollte die Frucht und ihren Saft deshalb lieber meiden.

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Stoffwechsel über Stunden betroffen

Besondere Vorsicht geboten ist bei Mitteln gegen Erektionsstörungen mit dem Wirkstoff Sildenafil, Cholesterinsenkern mit dem Wirkstoff Simvastatin, Zolpidem-haltigen Schlafmitteln sowie Blutdruckmitteln mit den Wirkstoffen Amlodipin und Verapamil. Der Effekt der Grapefruit auf den Stoffwechsel dauert viele Stunden an – so reicht es auch nicht aus, die Medikamente zeitversetzt einzunehmen.

Experten: Medikamente mit Leitungswasser einnehmen

Doch nicht nur die Grapefruit führt zu unerwünschten Effekten. Gleiches kann einem auch mit durch Kalzium und Eisen angereichertem Mineralwasser passieren: Viele Arzneimittel wirken in Kombination mit diesen Mineralstoffen möglicherweise vermindert, zum Beispiel bestimmte Schilddrüsenpräparate und Osteoporosemittel. Die Experten raten, Medikamente nur mit Leitungswasser einzunehmen.

Vitamin-K-Bomben vermindern Arzneiwirkung

Wer blutgerinnende Mittel einnimmt, sollte Blattsalate, Spinat, Grünkohl oder Rosenkohl nur in Maßen essen. Denn diese Gemüsesorten sind reich an Vitamin K, was die Wirkung der Medikamente herabsetzen kann, so die Experten. Generell gilt der Rat: Wer unsicher wegen möglicher Wechselwirkungen ist, fragt nach.

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RND/dpa