Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umwelt Weltnaturerbe besser schützen: Jede zweite Stätte bedroht
Mehr Garten Umwelt Weltnaturerbe besser schützen: Jede zweite Stätte bedroht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:26 06.04.2016
Die 4400 Quadratkilometer Landschaft vor den Deichen und Stränden der Westküste Schleswig-Holsteins sind Heimat von geschätzt 10 000 verschiedenen Tier- und Pflanzen-Arten und ein Touristen-Magnet.  Quelle: Daniel Reinhardt
Berlin

Das Weltnaturerbe ist nach einer Analyse des WWF bedroht. Jede zweite dieser 229 Unesco-Stätten sei nicht ausreichend vor menschlichen Eingriffen geschützt, berichtete die Umweltstiftung.

In den Gebieten oder deren Umgebung würden Bodenschätze, Öl und Gas gefördert sowie Häfen, Autobahnen oder Dämme gebaut. Meere würden überfischt, Bäume illegal abgeholzt. Von Regierungen, Unternehmen und Finanziers fordert der

WWF, schädliche Projekte zu unterlassen.

Die Organisation sieht auch das Wattenmeer in Deutschland bedroht, weil Öl inmitten des Nationalparks gefördert werde. "Der Rechtsschutz für die Gebiete richtet sich nach nationalen Gesetzen", erläutert Günter Mitlacher, der beim WWF die Abteilung für internationale Biodiversitätspolitik leitet. Es gebe das ständige Risiko eines Ölunfalls, zudem seien weitere Anträge für Explorationsbohrungen gestellt. Auch Schifffahrt und Fischerei stellten Gefahren dar.

Zu den Weltnaturerbe-Stätten zählen nach Angaben der

Unesco "überragende Naturerscheinungen", die außergewöhnliche Zeugnisse der Erdgeschichte und besonders bedeutend für den Artenschutz sind.

Der WWF dringt auf einen besonders stringenten Schutz der Gebiete, die 0,5 Prozent der Erdoberfläche umfassten. Schließlich seien elf Millionen Menschen davon abhängig - in Form von Arbeitsplätzen und Wasser. Besonders problematisch ist die Situation demnach in Zentral- und Südafrika, wo 71 Prozent der Unesco-Gebiete als bedroht eingestuft werden. Mehr als die Hälfte der Stätten in Süd- und Ostasien, der Pazifikregion, in Lateinamerika und der Karibik sieht der WWF ebenfalls als gefährdet.

"Das geht nicht. Wir können nicht den universellen Wert dieser Parks hochhalten und dann nach Öl bohren", sagte Mitlacher. Es gelinge teils aber auch, Gefahren doch noch abzuwenden - zum Beispiel im Virunga Nationalpark im Kongo, wo ursprünglich trotz dort lebender Primaten nach Öl gebohrt werden sollte. Auch ein Hafen in Australien werde nach Protesten nun unter deutlich strengeren Auflagen gebaut. Zunächst sollte laut Mitlacher Baggergut im Great Barrier Reef verklappt werden.

Die Unesco erkennt laut einer Erklärung vom Mittwoch die beispiellosen Herausforderungen beim Schutz der Stätten an. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten sei nie wichtiger gewesen. Vielfach habe aber bereits ein Umdenken eingesetzt: "Der WWF-Bericht wird in einer Zeit veröffentlicht, in der Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt ihre Anstrengungen gegen schädigende Ressourcenförderung ausweiten", so die Leiterin des Unesco Welterbezentrums, Mechtild Rössler. "2015 zeigten sie so viel Engagement wie nie zuvor."

dpa

In Deutschlands Schubladen liegen unzählige ausgediente Mobiltelefone. Wer die Geräte nicht mehr braucht, sollte sie nicht gleich in den Hausmüll werfen. Im Inneren stecken nämlich wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden können.

01.04.2016

Die Umwelthilfe zeigt auf die Autohersteller: Die Angaben zum Spritverbrauch seien nicht korrekt, heißt es. Da die Kfz-Steuer an den Ausstoß von CO2 und damit auch an den Verbrauch gekoppelt ist, hätte eine Neuausrichtung Folgen für Autofahrer.

25.03.2016

Sauberes Wasser ist lebensnotwendig, aber gerade in Entwicklungsländern knapp. Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jetzt warnt die Umweltstiftung WWF davor, dass auch Deutschland vor großen Problemen steht.

21.03.2016