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Die Welt des Gartens Von Mehltau befallene Triebspitzen beim Apfel abschneiden
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18:16 15.05.2019
Mehltau am Apfel. Quelle: Catrin Steinbach
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Dresden

Ein weißer Belag umhüllt wie Reif die Blätter an den Triebspitzen dieses Apfelbaumes. Das ist der Apfelmehltau – eine Krankheit, die durch einen Pilz hervorgerufen wird.

Pilz überwintert in der Knospe

„Der Pilz hat in der Knospe überwintert und wächst nun auf den jungen Blättern mit heran. Von dort aus verbreitet er sich im Baum und im Garten. Er kann aber nur Apfelbäume befallen, ist also keine Gefahr für die benachbarten Pflanzen“, erklärt Christian Kröling, Obstbauexperte am Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

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Abschneiden der Triebspitzen schadet nicht mehr als der Pilz selbst

Er empfiehlt, befallene Triebspitzen abzuschneiden und zwar so früh wie möglich. „Das schadet dem Baum nicht mehr als der Pilz selbst“, argumentiert Kröling. „Am besten man erledigt das schon im Winter oder direkt nach dem Austrieb, um den Sporenflug zu vermeiden. Aber auch jetzt ist das noch gut möglich.“ Der Abfall könne aus seiner Sicht in die Biotonne.

Bei regelmäßigem Mehltaubefall spritzen

„Prinzipiell kann ein Neubefall mit Mehltau im Laufe der Blattentwicklung im geringen Umfang toleriert werden“, sagt Christian Kröling. Wer regelmäßig größere Probleme mit dem Erreger habe, sollte direkt zum Austrieb den Baum alle 7 bis 10 Tage mit Schwefel behandeln. „Nach der Blüte bis zum Triebabschluss sollten dann andere Mittel eingesetzt werden. Wichtig ist, die Präparate ständig zu wechseln, um Resistenzen zu vermeiden. Es stehen im Haus und Kleingartenbereich nur drei Wirkstoffe zur Verfügung. Zugelassene Mittel sind z.B.: Duaxo Universal Pilzspritzmittel, Flint, Netzschwefel Stulln und Thiovit Jet“, zählt Kröling auf.

Von Catrin Steinbach

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