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Volker Croys Gartentipps: Warum man im Herbst nach Schneckeneiern suchen sollte

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18:25 28.10.2021
Gelege von Nacktschnecken
Gelege von Nacktschnecken Quelle: Volker Croy
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Dresden

Damit es im Frühling im Garten keine Nacktschneckeninvasion gibt, kann man jetzt die Wintergelege der Nacktschnecken im Garten suchen. Zu finden sind sie zum Beispiel in lockerem Mulch, unter Brettern, Steinen und Fässern oder toter Biomasse.

Oft sind die Verstecke sehr groß und reich an Eiern. Man kann diese ausheben und vernichten oder für die Vögel in der Sonne auslegen. Im Totholzbereich und im Kompost sollten keine Gelege ausgehoben werden, denn da gehören die Schnecken hin. Außerdem leben dort viele Nützlinge, die die Eier fressen und sonst ohne Winterfutter wären.

Vorsicht bei tief vergrabenen Gelegen mit nur 20 Eiern, das sind die Nachkommen der geschützten Weinbergschnecken. Die also nicht vernichten. Gleiches gilt für die durchsichtigen Eier des Tigerschnegels.

Süßkartoffeln mit Wärme behandeln

Süßkartoffeln Quelle: Volker Croy

Damit Süßkartoffeln süß werden und lange lagerbar sind, brauchen sie eine Wärmebehandlung. Dieses „Curing“ sorgt für die Ausbildung einer festen Schale und für eine Umwandlung von Stärke zu Zucker in der Knolle.

Die Kartoffeln werden bei einer Temperatur von 27 bis 29°C und einer Luftfeuchte zwischen 85 und 90% drei bis fünf Tage gelagert. Bei geringerer Temperatur (nicht unter 25°C) muss die Lagerung einige Tage länger erfolgen.

Zum Curing eignen sich mit einem feuchtem Tuch oder Folie abgedeckte Kisten mit einem Heizer dazwischen. Die Luftfeuchte muss stimmen. Ist sie zu niedrig, schrumpeln die Knollen. Ist sie zu hoch, gibt es Tauwasser und sie faulen.

Ohne Curing sollten die Knollen schnell verzehrt werden, auch wenn sie dann nur wie süßliche Kartoffeln schmecken. In Öl gebraten mit etwas Salz sind sie aber dann fast leckerer als „normale“ Süßkartoffeln.

Süßkartoffelpflanzen fürs nächste Jahr einlagern

Süßkartoffeltriebe können nach der Ernte auf den Kompost, sollten aber zerkleinert werden, da diese Ranken sonst nach dem Kompostieren noch einige Zeit vorhanden bleiben. Die Pflanzenbasis kann getopft überwintert werden. So gibt es im Frühjahr schneller wieder Süßkartoffelpflanzen für das Gewächshaus.

Nadelgehölze umbauen

Man kann die Spitzen von Nadelbäumen im Garten kappen und rundliche bzw. flache Kronen erziehen. Quelle: Volker Croy

Ist ein Nadelbaum zu groß geworden, wird er meist gefällt. Aber das muss nicht sein. Nadelbäume kann man auch zurückschneiden und zu Kugelformen oder flachen Kronen umbauen.

Beim Rückschnitt einfach darauf achten, dass unter der Schnittstelle noch nadeltragende Zweige sind. Dann kann der Baum dort wieder verzweigen und austreiben.

Bei regelmäßigem Rückschnitt wird eine sehr dichte Krone entstehen, die nicht nur Sichtschutz und Schattenspender, sondern auch Vogelnistplatz und -rückzugsort sein kann. Denn die Singvögel benötigen im Sommer und im Winter Verstecke, die gegen Räuber und Wind geschützt sind und da eignet sich nichts besser als ein engnadeliger Nadelbaum.

Geernteten Kohl auf Kohlhernie prüfen

Wenn an den Kohlwurzeln kleine Knollen und Verdickungen sind, dann ist es der Schadpilz Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae). Die Bekämpfung ist schwierig, da der Pilz ohne Kreuzblütenpflanzen bis zu 20 Jahre am Standort überdauern kann. Allerdings lässt sich der Schaden durch ausreichende Kalkung minimieren. Deswegen bei der Ernte prüfen und gleich den Boden mit Kalk versehen.

Randflächen pflegeleicht gestalten

Hänge und andere Randflächen sind immer nervig zu pflegen. Am besten können niedrige, großblättrige Stauden diese Ränder überwuchern. Gut eignet sich hierfür der Beinwell, der wuchert, aber sich gut mähen lässt.

Beinwell ist nicht nur Heilpflanze und Bienennahrung, sondern produziert auch viel Biomasse, die als Mulch für Gemüsebeete z.B. unter Tomaten genommen werden kann. Damit es aber keine eintönige Kultur wird, können andere, höhere Stauden wie Rittersporn dazwischen gepflanzt werden.

Dahlien-Wurzelstöcke ausgraben

Spätestens nach dem ersten leichten Bodenfrost sollten die Dahlienknollen aus dem Boden geholt und getrocknet werden, um sie über den Winter einlagern zu können. Blätter und Triebe sind zu entfernen, es bleiben nur 5 bis 10 cm über der Knolle stehen, damit nichts faulen kann.

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Gut hat sich bewährt, sie in Torfersatzsubstrat einzuschichten, wo zu jeder Seite 20 cm Substrat ist. So vertrocknen sie nicht so schnell, faulen aber auch nicht, wenn hochwertiges Substrat ohne Trauermücken genommen wird.

Baumstämme schützen

Die Stämme der Bäume im Garten sollten im Winter mit Draht vor Wildverbiss geschützt werden. Denn Hasen, Kaninchen aber auch manche Wühlmäuse fressen gern die Rinde in Bodennähe an.

In für Rehe zugänglichen Gebieten sollte der Schutz bis zu zwei Meter hoch sein, da diese Tiere im Frühjahr oft ihr Geweih an den Bäumen wetzen. Das „Fegen“ kann dabei erhebliche Rindenschäden verursachen.

Erde selber dämpfen

Es gibt nur noch selten gedämpfte und somit krankheits- und schädlingsfreie Erde zu kaufen. Aussaaterde kann im Garten selbst gedämpft werden. Dazu stellt man auf eine Feuerstelle einen Kessel, füllt diesen 10 bis 15 cm hoch mit Wasser, legt Steine hinein und setzt darauf ein Sieb. Anschließend verteilt man Erde darüber. Das Ganze wird dann mit Brettern abgedeckt. Darüber legt man dann eine Plane, die beschwert wird. Dann wird das Feuer unter dem Kessel angeheizt. Alternativ können kleine Erdportionen in der Mikrowelle sterilisiert werden.

Metall ölen und fetten

Schlösser, Scharniere und andere Metallteile sollten jetzt geölt und gefettet werden, damit sie über den Winter nicht einrosten.

Junge Weinreben vor Frost schützen

Weil junge Weinreben an der Veredlungsstelle bei starkem Frost Schaden nehmen oder sogar absterben können, ist es besser, sie mit Stroh einzupacken. Wer seine Weinreben leicht schräg gepflanzt hat, kann sie auch umlegen und umgelegt mit einer Laubschicht und Erde darüber schützen. Dies ist vor allen an zugigen, kalten Orten sinnvoll.

Alte Früchte entsorgen

Bäume im laublosen Zustand auf vertrocknete, kranke Früchte prüfen und diese absammeln bzw. abschlagen oder gegebenenfalls heruntergefallene verfaulte Früchte aufheben und vernichten.

Auch faulige Früchte auf dem Boden sollte man auflesen und entsorgen. Quelle: Catrin Steinbach

Von Volker Croy