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Aktuelles Schneeglöckchenbaum im Forstbotanischen Garten Tharandt in voller Blüte
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10:31 11.05.2020
Der Schneeglöckchenbaum im Forstbotanischen Garten steht in voller Blüte. Quelle: Ulrich Pietzarka
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Tharandt

Die Saison im Forstbotanischen Garten und Forstpark Tharandt ist – etwas verspätet durch die Coronapandemie – eröffnet. Seit 4. Mai kann man auf dem 35 Hektar großen Areal wieder ausgedehnte Spaziergänge unternehmen und über 3200 verschiedene Baum- und Straucharten aus allen Kontinenten entdecken. Der Garten ist bis Oktober täglich 8 bis 17 Uhr geöffnet, der Zugang ist kostenlos.

Derzeit stehen unter anderem die Schneeglöckchenbäume in voller Blüte. Die Art stammt aus dem östlichen Nordamerika. Die Bäume heißen so, weil die glöckchenförmigen Blüten, die jetzt zu Tausenden an den Zweigen hängen, ein wenig an Schneeglöckchen erinnern.

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Schwerer Winterschaden fast nicht mehr zu sehen

Das prächtigste Schneeglöckchenbaum-Exemplar wurde 1835 im historischen Teil des Areals – im Forstbotanischen Garten – gepflanzt. „Der Baum ist der stärkste und vielleicht auch der älteste seiner Art in Deutschland“, sagt Kustos Ulrich Pietzarka. Weitere, allerdings jüngere Schneeglöckchenbäume sind im neuen Nordamerika-Quartier neben Judas-Bäumen, Blüten-Hartriegel und vielen anderen Gehölzen zu finden.

Im Winter 2018/19 hatte es den rund 185 Jahre alten Schneeglöckchenbaum schwer erwischt. Durch eine zu große Schneelast brachen Äste. „Wir mussten zwei dickere Stämme komplett wegschneiden. Zum Glück war der schon lange hohle Hauptstamm stehen geblieben. Dort mussten wir nur drei stärkere Äste, die angebrochen waren, einkürzen“, erinnert sich Ulrich Pietzarka.

Der Baum habe daraufhin wieder stark ausgetrieben. „Das ist immer wieder beachtlich, welche Regenerationsfähigkeit in so einem alten Baum noch steckt“, sagt Kustos Pietzarka. „Sein starkes Wurzelsystem erlaubt ihm dann, auch so einen Schaden möglichst schnell wieder auszugleichen. Dazu bekommen die verbleibenden Kronenteile auch gleich noch etwas mehr Licht“, erläutert der Fachmann.

Durch ein paar formenden Schnitte nehme man nun den Schaden kaum noch wahr, „es sei denn, man weiß, wo man hingucken muss. Und mehr Licht führte auch zu einer intensiven Blüte. Ich finde, er ist immer noch eine Augenweide“, findet der Kustos des Gartens.

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Von Catrin Steinbach

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