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So finden Sie die passende Hundeschule

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09:49 11.12.2020
Die Signale des Hundes richtig verstehen: Ein Besuch in der Hundeschule kann dabei helfen.
Die Signale des Hundes richtig verstehen: Ein Besuch in der Hundeschule kann dabei helfen. Quelle: Benjamin Nolte/dpa-tmn
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Herten

Mit einem gut erzogenen Hund ist das Leben leichter: Wenn Hunde an der Leine ziehen oder Artgenossen ihn anknurren, bedeutet das nicht nur eine Belastung für die Halter. Auch Hunde sind gestresst, wenn sie nicht wissen, was von ihnen erwartet wird.

Deshalb entscheiden sich viele Menschen, mit ihrem Tier eine Hundeschule zu besuchen. Momentan ist es aufgrund der Corona-Pandemie aber gar nicht so leicht, einen Platz zu finden: Einige Hundeschulen bieten derzeit nur Einzeltrainings an, andere nehmen vorerst keine neuen Kunden an - die Bestimmungen sind je nach Region unterschiedlich.

Was will mein Hund mir sagen?

Grundsätzlich geht es in der Hundeschule darum, sein Tier verstehen zu lernen, das Verhalten zu deuten, passend darauf zu reagieren und die richtigen Signale zu geben.

Wie aber findet man eine Hundeschule, die zu den eigenen Bedürfnissen und zum Tier passt? "Es ist sinnvoll, nicht die erstbeste Schule zu wählen, sondern sich erst einmal umzuhören", rät Melanie Schneider. Sie ist Hundetrainerin und Inhaberin der Hundeschule Via Nova in Herten.

Eine gute Quelle für Empfehlungen sind zum Beispiel andere Hundehalter. "Die meisten Hundehalter sind gut vernetzt, weil sie beim Gassigehen andere Hundehalter treffen und sich mit ihnen unterhalten", sagt die Expertin.

Auch auf die Internetseite der Schule sollte man einen Blick werfen: "Man sollte schauen, welche Qualifikationen die Ausbilder haben und ob sie einen Sachkundenachweis vorweisen", sagt Schneider.

Idealerweise sollten die Trainer schon eine längere Praxiserfahrung haben. "Wenn man ein bestimmtes Problem hat, sollte man außerdem schauen, ob es in der Nähe jemanden gibt, der sich darauf spezialisiert hat", empfiehlt Schneider.

Kein Einsatz von fragwürdigen Hilfsmitteln

Wichtig ist außerdem, dass das Training tierfreundlich gestaltet ist. "Manchmal gibt es dafür erste Anhaltspunkte auf der Internetseite, anderes kann man erfragen oder merkt es beim ersten Training", sagt Schneider.

Die Schule sollte zum Beispiel keine Hilfsmittel einsetzen, die dem Hund Schmerzen oder Angst bereiten. "Dazu gehören unter anderem Ketten-, Zug- und Stachelhalsbänder, Elektroschocks oder Wasserpistolen."

Außerdem sollte mit Belohnung und nicht mit Druck oder Unterordnung gearbeitet werden, indem man positives Verhalten des Hundes verstärkt.

Manche Hunde profitieren von Gruppentraining

Am besten bucht man zunächst einmal ein Einzeltraining, um die Hundeschule kennenzulernen. Ob man sich danach für ein Training in der Gruppe oder alleine mit dem Hund entscheidet, ist Geschmackssache.

Manche Hunde haben nur wenig Kontakt zu Artgenossen. "Dann ergibt es Sinn, eine Gruppenschulung zu besuchen, bei der die Tiere auch frei Kontakt suchen und miteinander spielen können", sagt Katrin Umlauf, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund in Bonn.

Einzelstunden ermöglichen intensiveres Training

Es spricht aber auch viel für Einzelstunden: Je intensiver sich ein Trainer auf den einzelnen Hund konzentrieren kann, desto genauer kann er an bestimmten Problemen arbeiten. "Gerade für Hunde, die in der Vergangenheit auffällig geworden sind, bietet sich ein Einzeltraining an", sagt Umlauf.

Die Trainingseinheiten sollten den Hund nicht überfordern, nie zu lang sein und stets mit einem Erlebnis enden, das positiv für ihn ist.

Literatur:

Melanie Schneider, Maria Rehberger: Mantrailing für Familienhunde. Schritt-für-Schritt Anleitung für Einsteiger und Fortgeschrittene. Easy Dogs Verlag. Euro 24,95. ISBN 9783947773053.

© dpa-infocom, dpa:201210-99-639383/3

dpa