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06:19 19.06.2018

Asylunterkünfte in Dresden

Die mit Abstand teuerste Unterkunft entstand am Hammerweg: Etwas mehr als 30 Millionen Euro kostete der Neubau, der im Dezember 2016 fertiggestellt worden war. Konzipiert ist das Gebäude für die Unterbringung von bis zu 700 Menschen. Flüchtlinge zogen hier allerdings bisher nicht ein. Stattdessen wird das Gebäude anderweitig genutzt: Inzwischen dient es als Hochsicherheitsgericht, auch die Wachpolizei ist hier mit untergekommen. Langfristig, so heißt es, soll der Bau aber durchaus als Erstaufnahmeeinrichtung dienen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Als der Andrang im September 2015 besonders groß war, wurde innerhalb kürzester Zeit zwischen der Strehlener Straße und der Schnorrstraße eine Unterkunft mit großen Zelten errichtet. Bis zu 600 Menschen kamen dort zeitweise unter. Nach dem Winter wurde die Zeltstadt nicht mehr benötigt, im Juni 2016 gab die Landesdirektion das Objekt wieder ab. Der Aufbau der Zelte hat fast zwei Millionen Euro gekostet, ihr Abbau weitere 190 .000 Euro. Außerdem fielen Betriebskosten in einer Gesamthöhe von 394. 000 Euro an.

Quelle: Anja Schneider

Am 6. September 2015 wurden die ersten Flüchtlinge per Bus zur eilig eingerichteten Notunterkunft in der Sporthalle der Offiziersschule des Heeres gefahren. Sie waren zuvor mit dem Zug aus Österreich nach Deutschland gekommen. In der Halle konnten bis zu 250 Geflüchtete untergebracht werden, bevor sie später in anderen Einrichtungen unterkamen. Nach wenigen Monaten wurde die Halle wieder dem Bund zurückgegeben. Die Herrichtung hatte 70 000 Euro gekostet. Die Bewirtschaftungskosten werden mit 49 000 Euro angegeben.

Quelle: DNN-Archiv