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06:17 26.12.2018

125 Jahre DNN: Eine Zeitreise durch die Zeitung

Am 3. Oktober 1989 stürmen etwa 800 Menschen den Hauptbahnhof, nachdem sie erfahren haben, dass die Züge mit den Ausreisewilligen durch Dresden fahren sollen. Es kommt zu einer Straßenschlacht mit der überforderten Polizei. Der pass- und visafreie Verkehr zwischen der DDR und der Tschechoslowakei wird mit sofortiger Wirkung ausgesetzt und verschärft die angespannte Situation. In der Nacht vom 4. zum 5. Oktober (Foto) durchfahren die Sonderzüge mit den „Botschaftsflüchtlingen“ den Bahnhof, der geräumt und gesperrt wird. Wieder gibt es schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei, zahlreiche Verhaftungen und erheblichen Sachschaden. Die Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas gegen die „antisozialistische Ausschreitungen von Rowdys“ ein, berichten die Medien. Die Staatsmacht wankt. Trotzdem feiert die SED-Führung in Berlin unbeirrt den 40. DDR-Geburtstag – es sollte der Letzte sein.

Quelle: dpa/Matthias Hiekel/transit

29. Januar 1990: Mehr als 100.000 Menschen gehen in Dresden auf die Straße und fordern eine schnelle Wiedervereinigung. Die erfolgt am 3. Oktober. Dadurch gibt es wieder einen „Freistaat Sachsen“ und Dresden ist wieder „Landeshauptstadt“. Bereits am 6. Mai wurde in Dresden kommunal gewählt. Die Wahlbeteiligung ist mit 71,3 Prozent überdurchschnittlich hoch. Die CDU erhält mit 39,3 Prozent die meisten Stimmen. Dr. Herbert Wagner wird der erste frei gewählte Dresdner Oberbürgermeister nach 1945. Im Foto fährt er mit seiner Frau und den zwei Kindern mit dem Trabi in den Urlaub an die Ostsee.

Quelle: dpa/Ulrich Hässler