Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Bauen & Wohnen Selbst Strom herstellen: So versichern Sie Ihre Photovoltaikanlage
Mehr Bauen & Wohnen Selbst Strom herstellen: So versichern Sie Ihre Photovoltaikanlage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:57 03.09.2019
Wer Strom mit einer Photovoltaikanlage herstellt, sollte auf eine Versicherung achten, bei der auch bei einem Brand die Versicherungssumme voll ausgezahlt wird. Quelle: Nestor Bachmann/dpa-tmn
Frankfurt/Main

Die günstigste Wohngebäudeversicherung mit umfassendem Photovoltaikschutz können Private demnach schon für 533 Euro im Jahr abschließen. Versichert werden sollte im Test ein Haus ohne Vorschäden, Baujahr 2010, mit 190 Quadratmeter Wohnfläche.

Versicherungen für Photovoltaikanlagen im Vergleich

Der Pro comfort Tarif von Concept IF beispielsweise ist der günstigste im Test, der eine Absicherung für Photovoltaikanlagen bereits für eine Jahresprämie von 533 Euro anbietet. Der Tarif bietet außerdem einen Ertragsausfallschutz für die Dauer von sechs Monaten bei einer Selbstbeteiligung von 250 Euro.

Im preislichen Mittelfeld liegt der Tarif KomfortPlus von Generali mit einer Jahresprämie von 660 Euro. Der Ertragsausfallschutz für Photovoltaikanlagen hat keine Grenze an die elektrische Leistung der Solarzellen und im Falle eines Ausfalles auch keine Selbstbeteiligung. Die Dauer für den Ertragsausfallschutz ist jedoch auf drei Monate beschränkt.

Auch lesen: Energiewende kommt voran: Fast die Hälfte des deutschen Stroms war zuletzt öko

Waldenburger bietet den Plus Tarif an, der mit einer Jahresprämie von 1.543 Euro recht kostspielig ist. Der Ertragsausfallschutz für Photovoltaikanlagen ist jedoch weder an die elektrische Leistung der Solarzellen noch an eine vorgegebene Dauer gebunden und es fällt auch keine Selbstbeteiligung an.

Wichtiges Kriterium: Auszahlung auch bei Brand

Die Versicherung sollte zudem mit einer sogenannten Allgefahrendeckung alle Schäden an der Solaranlage abdecken, die nicht explizit ausgeschlossen sind, so die Empfehlung von Öko-Test. Zudem sollte die Police beim Stillstand der Anlage die entgangene Einspeisevergütung erstatten. Ein wichtiges Kriterium für die Tester war auch, dass die Versicherungssumme bei Schäden, die grob fahrlässig herbeigeführt wurden, voll ausgezahlt wird - etwa weil der Herd nicht ausgeschaltet wurde.

Viele Versicherungen schützen Betreiber

Zusätzlich sollten Haushalte, die Solarstrom herstellen und somit gewerblich tätig sind, an eine entsprechende Haftpflicht denken. Nach Öko-Test-Angaben umfassen viele Privathaftpflicht-Versicherungen den Betreiberschutz für Photovoltaikanlagen. Die Redakteure verglichen 83 Tarife, von denen 41 die Kriterien erfüllten. So soll etwa die Deckungssumme mindestens 50 Millionen Euro betragen und Schlüsselverlust und Internetnutzung mitversichert sein. Entsprechende Policen gibt es etwa bei HUK24 schon für 73 Euro im Jahr.

Auch interessant: Lösen schwimmende Solarzellen zukünftig unsere Umweltprobleme?

RND/dpa

Der Schutz einer Photovoltaikanlage ist nicht automatisch in der Wohngebäudeversicherung enthalten. Daher sollten sich private Stromerzeuger über die Möglichkeiten gut informieren. Es lohnt ein Blick auf den Tarifvergleich von "Öko-Test".

29.08.2019

Starkregen kann fast überall in Deutschland auftreten und Gebäudeschäden verursachen. Doch viele, die in Fluss- oder Küstennähe wohnen, müssen häufiger mit Wasser im Haus rechnen. Das hat Folgen für den Versicherungsschutz.

29.08.2019

Das Baukindergeld soll den Wohnungs- und Hausbau fördern. Doch viele nutzen die Förderung nur zum Kauf von bestehenden Eigenheimen. Vor allem in Städten wird nur wenig gebaut.

28.08.2019