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Bauen & Wohnen Heizperiode 2019: Ab wann muss geheizt werden?
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14:27 01.11.2019
ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 10. September 2019: Mollig warm: Ab Oktober beginnt in der Regel die Heizperiode. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Die Tage werden wieder kürzer, die Nächte länger und die Temperaturen kälter – langsam, aber doch merklich hält der Winter Einzug. Damit startet auch die jährliche Heizperiode, um die Wohnräume weiterhin bei einer konstant angenehmen Gradzahl zu halten.

Was ist eine Heizperiode?

Die sogenannte Heizperiode oder auch Heizzeit beschreibt den Zeitraum, in dem die heimische Heizanlage in Betrieb genommen werden muss. Sie dient dazu, die Innentemperatur auch bei kalten Außentemperaturen konstant zu halten. Abhängig ist die jährliche Heizperiode von verschiedenen Faktoren, beispielsweise dem Klima, der geographischen Lage oder der Höhenlage. Dementsprechend fällt sie zum Teil sehr unterschiedlich aus, wenngleich es einige übliche Definitionen gibt, die sich etabliert haben.

In Deutschland gibt es keine konkrete gesetzliche Regelung über die Dauer, den Beginn oder das Ende einer Heizperiode. Dennoch haben zum Beispiel Mieter ein grundsätzliches Recht darauf, dass sie bei winterlichen Temperaturen die Möglichkeit haben, zu heizen – oftmals ist dies im jeweiligen Mietvertrag vereinbart.

Wann beginnt die Heizperiode 2019?

Zwar gibt es keinen offiziellen Beginn der Heizperiode, üblicherweise handelt es sich hierbei jedoch um den 1. Oktober. Die Heizperiode erstreckt sich dann vom ersten bis zum letzten Heiztag einer Wintersaison.

Wann endet die Heizperiode 2019?

Die Heizperiode endet in der Regel nach dem 30. April. Auch hier gibt es aber Ausnahmen, je nach Mietvertrag. So verläuft die Heizzeit in einigen Mietverträgen auch vom 15. September bis zum 15. Mai. Oftmals sind diese Anpassungen davon abhängig, in welchem Teil Deutschlands sich die zu heizenden Räumlichkeiten befinden.

Heizperiode 2019: Vermieter ist zum Anschalten der Heizung verpflichtet

Ganz unabhängig davon, wann die Heizperiode laut Mietvertrag beginnt, sind Vermieter verpflichtet, eine funktionierende Heizanlage ab einer bestimmten Innentemperatur zur Verfügung zu stellen. Sobald die Innentemperatur unter 17 Grad Celsius fällt, haben Sie als Mieter das Recht, eine funktionsfähige Heizung in Anspruch nehmen zu können. Das gilt allerdings nur, wenn Türen und Fenster geschlossen sind und eine Besserung nicht in Sicht ist. Dieser Wert gilt nicht nur im Winter, sondern durchgängig für das gesamte Jahr.

Vermieter ignoriert Heizperiode: Was tun?

Der Vermieter steht in der Pflicht, die Heizung pünktlich zur Heizperiode anzuschalten. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, so gilt der Zustand der Wohnung als nicht vertragsgemäß. Als Mieter haben Sie daher das Recht, eine Mietminderung für den Zeitraum zu fordern, in dem die vorgeschriebenen Raumtemperaturen nicht erreicht werden. Wie hoch diese Mietminderung im Detail ausfällt, bedarf einer individuellen Klärung.

Heizen im Herbst und Winter: Mieter müssen Wohnräume heizen

Gleichzeitig sind Sie als Mieter ebenfalls dazu verpflichtet, Ihre Räumlichkeiten zu heizen. Hier greift die sogenannte Sorgfaltspflicht, die besagt, dass die Wohnung sorgsam und pfleglich zu behandeln ist. Um den Zustand der Wohnung zu erhalten und Beschädigungen zu vermeiden, sind das regelmäßige Heizen und Lüften verpflichtend. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass beispielsweise Rohre und Wasserleitungen durch Frost und Eis platzen oder Feuchtigkeitsschäden entstehen. Kommen Sie dieser Pflicht als Mieter nicht nach, kann Ihr Vermieter Sie abmahnen oder schlimmstenfalls sogar eine Kündigung aussprechen.

Lüften während der Heizperiode

Auch in den kalten Wintermonaten ist regelmäßiges Lüften unverzichtbar. Dabei sollte man die Fenster mehrfach am Tag kurz aufreißen und nicht nur auf Kipp stellen. Fällt letzteres zu kurz aus, zieht nämlich nicht genug Luftfeuchtigkeit aus dem Raum ab. Das kann zu Staunässe und Schimmelbildung führen – das gilt insbesondere in Bad und Küche. Nur wenn man die Fenster aufreißt kann die verbrauchte Luft nach draußen geschafft und durch frische Luft ausgetauscht werden. Wie oft man pro Tag lüften sollte, ist abhängig von vielen individuellen Faktoren. Einen Hinweis kann ein Messgeräte für Luftfeuchtigkeit geben, das Hygrometer: Zeigt es einen Wert von mehr als 60 Prozent Luftfeuchte an, sollte man die Fenster öffnen. Hygrometer gibt es für wenige Euro im Baumarkt.

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Richtig Lüften mittels Stoßlüften (statt Kipplüften) funktioniert so:

· Heizung ausschalten

· Fenster komplett öffnen

· Innentüren öffnen

· Bei Minustemperaturen fünf Minuten, bei plus zehn Grad 10 Minuten und bei über zehn Grad 15 Minuten lüften

· Heizung danach wieder wie gewünscht aufdrehen

· Stoßlüften sollte idealerweise mehrmals täglich erfolgen

Heizperiode im Sommer?

Regulär kann der Vermieter die Heizungsanlage im Sommer ausschalten. Das gilt aber nur, wenn die Temperaturen währenddessen weiterhin als behaglich eingestuft werden können. Sollte es hingegen zu einem Kälteeinbruch innerhalb der Sommermonate kommen, so ist der Vermieter verpflichtet, auch außergewöhnlich zu heizen.

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Eine optimale Raumtemperatur ergibt sich aus unterschiedlichen Faktoren und Einflüssen. Darunter fallen etwa physiologische, ökonomische und ökologische Aspekte, deren Gewichtung wiederum individuell ausfällt. Während manch einer es grundsätzlich etwas kühler mag, drehen andere die Heizung lieber von Grund auf ein paar Grad höher. Dennoch hat das Umweltbundesamt versucht, einige allgemeine Temperaturempfehlungen zusammenzustellen:

  • Wohnbereich: Nicht mehr als 20°C
  • Küche: 18°C
  • Schlafzimmer: 17°C
  • Badezimmer: 23°C
  • Bei Abwesenheit von wenigen Tagen auf 15°C einstellen, bei noch längerer Abwesenheit kann die Temperatur noch etwas niedriger sein.
  • Während der Nachtstunden kann die Temperatur in Wohn- und Arbeitsräumen um 5°C gesenkt werden.

Grundsätzlich gilt: Jedes weitere Grad Raumtemperatur verteuert auch die Heizkostenrechnung. Gleichzeitig ist es nicht empfehlenswert, zu wenig zu heizen – denn so wird es einerseits ungemütlich in den Räumlichkeiten und andererseits steigt die Schimmelgefahr.

RND/do/dpa

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