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Bus-Ikone: VW legt Bulli-Familie neu auf

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00:01 01.09.2021
Ikone auf vier Rädern: Der Bulli von VW geht nun bereits in die siebte Generation.
Ikone auf vier Rädern: Der Bulli von VW geht nun bereits in die siebte Generation. Quelle: Uli Sonntag/Volkswagen AG/dpa-tmn
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Hannover

VW schickt den Bulli in die siebte Generation: Mehr als 70 Jahre nach der Premiere verabschiedet sich die Neuauflage allerdings von Handel, Handwerk und Gewerbe: Wenn der Neue Mitte November in den Handel kommt, richtet er sich als Großraumlimousine Multivan mit verfeinertem Fahrwerk und verbesserter Ausstattung vorrangig an Privatkunden.

Für Handwerk und Co. sowie Menschen mit viel Platzbedarf hält VW stattdessen noch für mindestens drei Jahre den als T6.1 geführten Vorgänger im Programm, so der Hersteller. Den gibt es als Kastenwagen (Transporter), Personentransporter (Caravelle) sowie als Multivan mit Allradantrieb (150 kW/204 PS). Zudem wechselt der Campingbus California erst etwa 2024 aufs neue Modell. Dann bekommt auch der Transporter einen eigenen Nachfolger.

Die Preise für den künftig T7 genannten Multivan steigen nominell auf mindestens 44 839 Euro. Dank deutlich erweiterter Ausstattung sei der neue Multivan allerdings unter dem Strich mehr als zehn Prozent günstiger geworden, sagt Carsten Indra, Chef von VW Nutzfahrzeuge.

Neuer Bulli bietet mehr Platz

In der neuen Auflage wird der Multivan laut VW noch einmal eine Nummer größer: Als Langversion von 5,17 Metern oder kurz mit 4,97 Metern angeboten, wächst der Radstand um 12 Zentimeter auf 3,12 Meter. In der Breite legt er um knapp vier Zentimeter zu. Und obwohl die Höhe unter 1,90 Meter schrumpft, bietet er innen mehr Raum für Passagiere und Gepäck. So beziffert VW das Kofferraumvolumen mit 469 bis 4053 Litern.

Innen wird er variabler: Die Einzelsitze werden 25 Prozent leichter und lassen sich in neuen Schienen einfacher ausbauen oder drehen. Außerdem wird aus dem Klapptisch in der Mitte ein "Multi Tool", das über die gesamte Längsachse des Fahrzeugs verschoben werden, als Tisch oder Mittelablage genutzt werden kann, so VW.

Neue Plattform - neuer Komfort

Die neue Basis für den Multivan ist der Modulare Querbaukasten (MQB), aus dem der VW-Konzern auch den VW Golf oder den Audi A3 baut. Das ermöglicht neben einem neuen Niveau an Fahrkomfort vor allem eine stark modernisierte Ausstattung für Assistenz und Anzeigen, so Carsten Indra. Das Cockpit ist deshalb künftig digital, das Infotainment online, das Smartphone wird kabellos integriert und vom Head-up-Display bis zur automatischen Abstandsregelung mit Lenkeingriff gibt es alle Fahrhilfen etwa aus dem Golf.

Die Antriebe sind ebenfalls neu. Und nicht zuletzt wegen eines reduzierten Luftwiderstands und 200 Kilo weniger Gewicht im Mittel einen Liter sparsamer als früher, so VW weiter. Los geht es zunächst mit zwei Benzinern mit 100 kW/136 PS oder 150 kW/204 PS. Im Frühjahr 2022 folgt ein erster Diesel mit 110 kW/150 PS. Einen stärkeren Diesel wird es laut VW wohl erst in fünf Jahren geben und einen konventionellen Allrad haben die Niedersachsen nicht mehr geplant.

Der Bulli wird elektrisiert

Die sparsamste Modellvariante wird aber der erste Plug-in-Hybrid im Multivan. In der Kombination aus einem 1,4 Liter großen Benziner und einer E-Maschine kommt er laut VW auf eine Systemleistung von 160 kW/218 PS und erreicht einen Normverbrauch von rund 1,7 Litern (40 g/km CO2). Später wird es auch eine stärkere Version geben, die mit elektrischer Hinterachse dann auch Allradantrieb bietet.

Zwar fährt dieser Multivan mit seiner 13 kWh großen Batterie bis zu 50 Kilometer rein elektrisch, doch ist das nur der Anfang der Elektrifizierung für die neue Bulli-Familie, unterstreicht Indra. Denn als dritter Ableger nach dem weitergebauten T6.1 und dem neuen T7 läuft sich bereits der ID Buzz warm, der ab dem kommenden Jahr ganz ohne Verbrenner unterwegs sein wird.

© dpa-infocom, dpa:210831-99-40938/2

dpa