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Stadtpolitik Verfahrensfehler beim Hochhaus am Lennéplatz
Dresden Stadtpolitik Verfahrensfehler beim Hochhaus am Lennéplatz
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08:07 08.06.2018
Die einfarbig grauen Gebäude verdeutlichen die städtebauliche Kubatur des geplanten Wohngebiets. Quelle: Visualisierung: Stadtverwaltung
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Dresden

Passt ein Hochhaus mit 15 Stockwerken auf den Lennéplatz? Der Stadtrat gab am Donnerstag nicht wie geplant die Antwort auf die Frage. Beim Werkstattverfahren für das verwilderte Gelände am Großen Garten im Jahr 2013 wurde der Denkmalschutz nicht gehört. Ein Verfahrensfehler in der Ära des damaligen Baubürgermeisters Jörn Marx (CDU), erklärte Thomas Löser, Baupolitiker der Grünen.

Baubürgermeister Raoul Schmidt Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) und die Investoren sollen sich deshalb mit dem Landesamt für Denkmalschutz in Verbindung setzen, um einen Ausweg zu suchen, forderte Löser. „Wir wollen noch vor der Sommerpause entscheiden.“

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Die Stadtratsfraktion Die Linke will den geplanten Hochpunkt verhindern. An der Stelle des geplanten Hochhauses soll nur ein Siebengeschosser entstehen, fordert Tilo Wirtz, baupolitischer Sprecher der Fraktion. Gleichzeitig sollen die geänderten Pläne erneut offengelegt werden.

„Die erneute Offenlage ist ohnehin notwendig, da das Stadtplanungsamt bereits in die Planung materiell eingegriffen hat“, erklärte Wirtz. Nachdem das Landesamt für Denkmalschutz und das städtische Umweltamt im Anhörungsverfahren im vergangenen Jahr Bedenken geäußert hatten, wurde die Breite der geplante Hochhausscheibe von den Planern halbiert.

Von tbh

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