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Stadtpolitik Streikandrohung für Dresdner Kitas
Dresden Stadtpolitik Streikandrohung für Dresdner Kitas
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23:38 09.09.2015
Symbolbild Quelle: dpa
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In den Tarifverhandlungen zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe hatte Verdi am Vortag die Beschäftigten in Kitas und weiteren Bereichen der sozialen Dienste zu Warnstreiks aufgerufen. Auch in Dresden müsste in der kommenden Woche mit Beeinträchtigungen gerechnet werden, hatte die zuständige Verdi-Bereichsleiterin Manuela Schmidt auf Anfrage erklärt. „Eine Aufwertung der sozialen Berufe ist längst überfällig, denn die Anforderungen an die Beschäftigten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen", sagte Schmidt.

Die Eingruppierung der Mitarbeiter erfolge aber immer noch nach Tätigkeitsmerkmalen von 1991. Die angestrebte Aufwertung würde im Durchschnitt eine zehnprozentige Gehaltserhöhung bedeuten. Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpfleger/innen sowie Heilpädagogen.

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Laut Verdi hätten die kommunalen Arbeitgeber erklärt, für eine allgemeine Verbesserung der Eingruppierung läge kein Grund vor. Deshalb müsse der Druck auf die Arbeitgeber vor der am 9. April stattfindenden 3. Verhandlungsrunde deutlich erhöht werden. Die betroffenen Eltern würden rechtzeitig informiert. Verdi habe den Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Landeshauptstadt bisher noch nicht über einen bevorstehenden Streik informiert, sagte Fiedler gestern.

Erst am Montag hätten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen festen Verhandlungsplan verständigt. „Wir gehen deshalb davon aus, dass Verdi in Dresden vorerst nicht zum Streik aufrufen wird", fügte er hinzu. Vorsorglich arbeite der Eigenbetrieb aber an einer Notdienstvereinbarung mit der Gewerkschaft. Die Stadt gehe davon aus, dass es zu abgestuften Ergebnissen in den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen kommt. Angaben zu Kostensteigerungen für Dresden machte Fiedler nicht. Die Stadt wolle die Verhandlungen jetzt nicht mit solchen Zahlen belasten.

I.Pleil

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