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Stadtpolitik Städtisches Klinikum: So hoch ist der Verlust
Dresden Stadtpolitik Städtisches Klinikum: So hoch ist der Verlust
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08:58 14.12.2018
Das Städtische Klinikum befindet sich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Quelle: Archiv
Dresden

Der Stadtrat hat mit 55 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und 13 Enthaltungen dem Wirtschaftsplan 2019 für das Städtische Klinikum zugestimmt. Dieser geht von einem Verlust von rund fünf Millionen Euro aus.

Klinik schwarzen Zahlen

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann bekannten sich zu einem kommunalen Krankenhaus. Hilbert erklärte aber auch, dass nicht nur die Kosten auf Dauer steigen dürften. „Wir müssen alles daran setzen, dass die Kliniken wieder in die schwarzen Zahlen kommen.“

Jens Matthis (Die Linke) erklärte, es sei falsch, ein Klinikum unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten. „Krankenhäuser sind keine Wirtschaftsunternehmen. Deshalb stören wir uns auch nicht am Zuschussbedarf.“ „Schönfärberei“, entgegnete Michael Schmelich (Bündnis 90/Die Grünen). „Wenn die Ziele nicht erreicht werden, erwarte ich eine schonungslose Analyse. Wir müssen offen über Managementfehler sprechen.“ Der Wirtschaftsplan basiere in vielen Punkten auf dem „Prinzip Hoffnung“.

Klinikum brauche realisitischen Plan

Die Geschäftsführung habe nur auf dem Papier den Verlust für das Jahr 2019 verringert, aber nichts an den strukturellen Problemen geändert, konstatierte Thomas Blümel (Bürgerfraktion). Astrid Ihle (CDU) erklärte, das Klinikum brauche einen realistischen Plan, um langfristig wieder in sicheres Fahrwasser zu kommen. Das betonte auch Gerhard Besier (FDP/Freie Bürger).

Kaufmann erklärte, die Verwaltung habe verschiedenste Maßnahmen eingeleitet, um die Situation des Klinikums zu verbessern. „In Friedrichstadt und Neustadt wird von dem Personal eine hervorragende Arbeit geleistet“, betonte die Sozialbürgermeisterin.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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