Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Stadtratswahl: Das sind die Hochburgen der Parteien
Dresden Stadtpolitik Stadtratswahl: Das sind die Hochburgen der Parteien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:45 12.06.2019
Der neue Stadtrat steht fest. Quelle: Anja Schneider/Montage: Alexander Eylert
Dresden

Dresden ist eine gespaltene Stadt mit rechts-konservativen Außenbezirken und links-grünen Innenstadtbereichen. So lässt sich das Ergebnis der Kommunalwahl in einem Satz beschreiben. Wobei bei einem Satz natürlich sehr viel unter den Tisch fällt. Zum Beispiel die Tatsache, dass eine Stadtratswahl auch – nicht nur – eine Personenwahl ist.

Wer bekanntes Personal hat, der kann sich über einzelne Hochburgen freuen. FDP-Frontmann Holger Zastrow sorgte dafür, dass die Ortschaften Langebrück/Schönborn mit 28,53 Prozent zur FDP-Hochburg wurden. Hier hat der Liberale mit seinem Engagement für die Hofewiese die Wähler überzeugt.

Ex-FDP-Mitglied Jens Genschmar wiederum hat für die Freien Wähler ein Novum geschafft: Das Gesamtergebnis der Neulinge in der kommunalpolitischen Landschaft lag bei 5,34 Prozent, Genschmar und seine Mitstreiter räumten in Niedersedlitz 20,41 Prozent ab. Damit lagen die Freien Wähler deutlich vor CDU, Linken, Grünen und SPD.

Die CDU hat mit 31,38 Prozent ihre Hochburg einmal mehr in Schönfeld/Schullwitz, aber auch in Weißig oder Gönnsdorf/Pappritz konnten die Christdemokraten punkten. In der Äußeren Neustadt wurden sie dagegen regelrecht gedemütigt: Hier kam die CDU auf noch nie dagewesene 5,04 Prozent.

Die Linken sind in der Leipziger Vorstadt mit 24,54 Prozent besonders stark und in Gönnsdorf/Pappritz mit 8,11 Prozent besonders schwach. Den Grünen fehlt nicht mehr viel zur absoluten Mehrheit in der Äußeren Neustadt, 44,88 Prozent waren es diesmal. Dafür blieb die Partei in Prohlis einstimmig, 6,53 Prozent betrug der Grünen-Tiefstwert in Prohlis-Süd. Die SPD freut sich mittlerweile bereits über zweistellige Ergebnisse. Viele tauchen in der Liste nicht auf, 11,95 Prozent in Plauen waren schon der Höchstwert. 3,64 Prozent in Schönfeld/Schullwitz sind dagegen nicht zu unterbieten.

Die AfD hat mit 28,34 Prozent ihre Hochburg in Prohlis-Süd und erwartungsgemäß in der Äußeren Neustadt mit 3,39 Prozent nichts zu melden. In diesem Viertel schneidet auch die FDP mit 3,01 Prozent am schlechtesten ab. Für die Freien Wähler reichte es zu 1,35 Prozent in diesem Stadtteil – das war auch der schlechteste Wert für die Wählervereinigung.

Die NPD ist achtkantig aus dem Stadtrat geflogen, sie hat fast nur Nullen vor dem Komma, von Leuben und Prohlis mal abgesehen.

Die Piraten konnten mit 4,85 Prozent in Löbtau überdurchschnittlich gut punkten, die Freien Bürger erreichten mit 3,95 Prozent in Tolkewitz/Seidnitz-Gruna ihr bestes Ergebnis und Die Partei spielte in der Leipziger Vorstadt 5,38 Prozent ein.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Drei neue Stadträte vertreten künftig als „Einzelkämpfer“ ihre Parteien bzw. ihren Verein in Dresden. Aufgrund der schwierig zu bildenden Mehrheiten könnten sie aber eine durchaus wichtige Rolle spielen.

11.06.2019

Bisher waren die Freien Wähler im Stadtrat noch nicht vertreten, jetzt zieht die Vereinigung mit vier Mandaten ein. Darunter ist auch ein alter Bekannter: Jens Genschmar saß bereits für die FDP im Stadtrat.

11.06.2019

Die FDP konnte die meisten Einzelstimmen auf einen Kandidaten vereinen. Neben Holger Zastrow werden künftig noch fünf andere FDP-Räte Stadtpolitik machen. Sie alle hatten zuvor kein Stadtratsmandat inne.

11.06.2019