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Stadtpolitik Schulsozialarbeit für alle Oberschulen in Dresden
Dresden Stadtpolitik Schulsozialarbeit für alle Oberschulen in Dresden
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08:55 18.06.2018
An allen Dresdner Oberschulen können ab kommendem Schuljahr Sozialarbeiter aktiv werden. Quelle: dpa
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Dresden

An allen Dresdner Oberschulen können ab kommendem Schuljahr Sozialarbeiter aktiv werden. Dafür hat der Jugendhilfeausschuss den Weg frei gemacht.

Der Ausschuss beschloss die freien Träger, die an der 10. Oberschule (Sporjugend), Oberschule Weißig (AWO), 25. Oberschule (Sportjugend), 88. Oberschule (Kulturleben), 66. Oberschule (FAW), 82. Oberschule (Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke), 32. Oberschule (Verbund Sozialpädagogischer Projekte), 145. Oberschule (Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke) und der Schule für Erziehungshilfe „Am Leubnitzbach“ (Internationaler Bund IB Mitte) künftig die Schulsozialarbeit übernehmen können.

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Für andere Schulen waren solche Beschlüsse schon früher gefällt worden. Die Finanzierung erfolgt grundsätzlich durch den Freistaat Sachsen, der landesweit eine Grundausstattung mit Schulsozialarbeit an den Oberschule sichern will.

Probleme ergaben sich mit dem Auswahlverfahren. Dabei konnten die Schulen die freien Träger, die sich beworben hatten, bewerten. Statt ihre Wertungen zu wichten, gaben offenbar alle Schulen jeweils nur einem Bewerber die volle Punktzahl und anderen gar keine Punkte. Aufgrund des Gewichts der Schulbewertung im Auswahlverfahren stand damit die Auswahl praktisch fest.

So hatte sich der Ausschuss das aber nicht vorgestellt. Deshalb orientierte sich das Gremium bei seiner Entscheidung nur an der Konzeptbewertung durch die Verwaltung und klammerte die Trägerbewertung der Schulen aus. Allerdings ergab sich damit nur bei einer Schule ein anderes Votum. Die 10. Oberschule erhielt deshalb ein Vetorecht gegen die Entscheidung des Ausschusses eingeräumt. Für künftige Beschlüsse dieser Art soll nun über eine Veränderung des Verfahrens nachgedacht werden.

Für Tilo Kießling (Linke) stand jedoch im Vordergrund, dass es in Dresden gelungen sei, in kurzer Zeit die Träger für die Schulsozialarbeit zu binden. Anderenfalls hätte der Verfall der Landesförderung gedroht.

Von I.P.