Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Sächsischer Verfassungsschutz befürchtet vor dem 13. Februar stärkere Präsenz von Neonazis in Dresden
Dresden Stadtpolitik Sächsischer Verfassungsschutz befürchtet vor dem 13. Februar stärkere Präsenz von Neonazis in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:16 09.09.2015
Am 13. Februar 2012 protestierte Dresden friedlich gegen Neonazis. Quelle: Dirk Knofe

Bereits in den Vorjahren habe es Flugblattverteilungen, Infostände, Lichteraktionen an der Elbe und Vortragsveranstaltungen gegeben. Ähnliches sei auch in diesem Jahr zu erwarten. Der zum Gedenktag geplante jährliche „Trauermarsch“ der rechten Szene - vor Jahren noch die größte Neonaziversammlung deutschlandweit - könnte indes weiter an Zuspruch verlieren.

Eine belastbare Prognose zur Teilnehmerzahl sei noch nicht möglich, hieß es vom Verfassungsschutz. Laut Anmeldung würden gut 1.000 Rechtsextremisten erwartet, im vergangenen Jahr waren es noch knapp 1.700. 2009 versammelten sich 6.500 Neonazis in Dresden.

Dank umfangreicher Gegenveranstaltungen und Blockaden konnten die Rechtsextremen in den vergangenen Jahren jedoch nach und nach zurückgedrängt werden. So gab es 2012 erstmals seit Jahren keine Großdemo der Neonazis am Samstag nach dem 13. Februar.

Dresden-Nazifrei will wieder blockieren

Auch in diesem Jahr hat die Stadt Dresden erneut zu einer Menschenkette gegen die Neonazis aufgerufen, das linke Bündnis Dresden-Nazifrei will den rechten Aufmarsch wieder blockieren. Laut Verfassungsschutz werben die Veranstalter des „Trauermarsches“ dennoch seit Mitte 2012 bundesweit für den kommenden Aufzug. Bei verschiedenen Veranstaltungen der rechten Szene habe es Infostände gegeben.

Trotz der Gegenproteste bestehe bei Rechtsextremisten weiterhin Interesse an dem Aufmarsch, schätzte der Verfassungsschutz ein. Auch Großveranstaltungen in anderen Bundesländern hätten aufgrund von Protesten in den vergangenen Jahren nicht wie geplant ablaufen können. „Insoweit stellt der Ablauf des ‚Trauermarsches‘ in Dresden keine Besonderheit dar“, hieß es von der Behörde.

Dresden erinnert im Februar jedes Jahr an die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg. Parallel versammeln sich auch Rechtsextremisten zu eigenen Veranstaltungen in der Stadt. Bei den alliierten Bombardierungen vom 13. bis 15. Februar 1945 wurden große Teile Dresdens zerstört - darunter die historische Altstadt. Es kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben. Die Stadt gilt auch international als eines der Symbole für die Schrecken des Krieges.

dapd

[gallery:500-2086912329001-DNN] Dresden. Der Stadtrat hat den Dresdner Doppelhaushalt für die Jahre 2013/14 beschlossen. Nach einem kleinen Abstimmungsmarathon war kurz vor 21.30 Uhr alles fix.

09.09.2015

[gallery:500-2086912329001-DNN] Dresden. Der Stadtrat hat eine neue Kurtaxe auf den Weg gebracht. Tenor: Dresdens Besucher müssen künftig für die Kultureinrichtungen und die Werbung der Stadt direkt mitzahlen.

09.09.2015

[gallery:500-2086912329001-DNN] Dresden. Die Stadt wird eine Privatfirma gründen, die für den Kulturpalast-Umbau und dessen späteren Betrieb zuständig sein wird.

09.09.2015