Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Stadtpolitik Sachsens Kabinett legt Lärmschutzbereiche für Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle fest
Dresden Stadtpolitik Sachsens Kabinett legt Lärmschutzbereiche für Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:56 09.09.2015
Für den Dresdner Flughafen wurden Lärmschutzbereiche neu festgelegt. Quelle: Stephan Lohse
Dresden

Innerhalb dieser Zonen gelten unter anderem Bauverbote und –beschränkungen sowie besondere Anforderungen an den Schallschutz.

„Die Anwohner im Umfeld von Flughäfen sind regelmäßig verstärkten Lärmbelastungen ausgesetzt. Ihnen kommt die Festlegung von Lärmschutzbereichen zugute“, sagte Umweltminister Frank Kupfer. Die Verordnung kann nun Betroffenen als Grundlage für etwaige Erstattungsleistungen bei notwendigen Baumaßnahmen zum Schallschutz oder für Entschädigungsansprüche bei Lärmbelästigung gegen den Flugplatzhalter dienen, so das Ministerium.

Für alle Schutzzonen gilt, dass schutzbedürftige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altenheime, Erholungsheime und Ähnliches nicht innerhalb dieser errichtet werden dürfen. Für den Flughafen Dresden erstrecken sich die drei Zonen auf einer Gesamtgröße von acht Quadratkilometern in verlängerter Richtung entlang der Start- und Landebahn von Trachau bis nach Ottendorf-Okrilla, sagte Falk Hofer vom Ministerium. Dieser Ausdehnung entsprechen die Außengrenzen der Nachtschutzzone, in der keine Wohnungen neu errichtet werden dürfen. Das gleiche Bauverbot gilt für die engste Zone im Kern des gesamten Schutzbereiches, die von der Autobahnanschlußstelle Dresden Flughafen bis an den Südrand von Gomlitz reicht. In der zweitgrößten Zone, der Tagschutzzone zwei von der Autobahnanschlußstelle Hellerau bis nach Weixdorf, ist der Wohnungsneubau unter ausreichendem Schallschutz zulässig. 

Die Ausweisung von Lärmschutzbereichen außerhalb von Flughäfen, in denen eine bestimmte Lärmbelastung überschritten wird, obliegt seit der Novellierung des Bundesgesetzes zum Schutz gegen Fluglärm im Juni 2007 den Ländern. Dem kam der Freistaat mit der Verordnung nun nach. Den betroffenen Gemeinden werden die Karten im Maßstab 1:500 zur Verfügung gestellt, heißt es weiter.

„Vor der Verordnung durch den Freistaat regelte seit 1995 eine Bundesverordnung den Lärmschutzbereich, der jedoch nicht weit über das Flughafengelände hinausreichte“, sagte Hofer. 2005 galt daher ein freiwilliges Schallschutzprogramm des Flughafenbetreibers, der Flughafen Dresden Gmbh, einer Tochtergesellschaft der Mitteldeutschen Airport Holding. Das Programm sah bereits Aufwandsentschädigungen für Schallschutzmaßnahmen der Anwohner vor. Der Schutzbereich sei sogar etwas größer als der nun gesetzlich geregelte gewesen, so Hofer.

 Nähere Informationen zu den Schutzzonen finden Sie im Internet.

 

dpa/Antje Beier

Keine vier Wochen vor dem Bürgerentscheid zur Zukunft der beiden kommunalen Krankenhäuser in Dresden-Friedrichstadt und Neustadt am 29. Januar stehen sich Gegner und Befürworter weiter scheinbar unversöhnlich gegenüber.

Stephan Lohse 09.09.2015

[gallery:500-1380822451001-DNN] Dresden. Rund einen Monat vor den erneuten Protesten gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch am 13. und 18. Februar hat das Aktionsbündnis Dresden-Nazifrei noch einmal Stellung gegen das Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft bezogen.

Stephan Lohse 09.09.2015

Die CDU-Fraktionsspitze aus Mecklenburg-Vorpommern beginnt ihre politische Arbeit in diesem Jahr fern der Heimat in Sachsen. Am Dienstag und Mittwoch wollen sich der Fraktionsvorstand und die drei CDU-Minister in Dresden mit führenden sächsischen Landespolitikern über aktuelle Themen und die Stärkung des politischen Profils austauschen.

Deutsche Presse-Agentur dpa 09.09.2015