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Stadtpolitik SPD kämpft für neues Orang-Utan-Haus im Zoo
Dresden Stadtpolitik SPD kämpft für neues Orang-Utan-Haus im Zoo
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11:57 24.07.2018
Orang Utan Toni lebt seit 1993 im Dresdner Zoo. n Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Schlechte Nachrichten für den Dresdner Zoo: Auf der jüngsten Aufsichtsratssitzung wurde bekannt, dass im Verwaltungsentwurf für den städtischen Doppelhaushalt 2019/2020 keine Mittel für das Orang-Utan-Haus eingeplant worden sind. Das alte Gebäude ist – freundlich formuliert – in die Jahre gekommen und soll durch einen Neubau ersetzt werden, in dem die Tiere deutlich mehr Platz haben und artgerecht gehalten werden können.

Der Zoo hat längst erste Entwürfe vorgelegt und geht von Kosten in Höhe von rund acht Millionen Euro aus. Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte bei Vorstellung der finanziellen Situation der Stadt das Orang-Utan-Haus auch regelmäßig als Investitions-Muss aufgeführt. Im März hatte der Petitionsausschuss des Stadtrats eine von 78 Einwohnern unterzeichnete Petition für den unverzüglichen Bau eines neues Orang-Utan-Hauses mit Verweis auf die baldige Einordnung des Vorhabens in den Haushalt verworfen.

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Umso größer das böse Erwachen, als das Vorhaben jetzt nicht in den Eckwerten der Verwaltung für den Haushalt 2019/2020 auftauchte. Die Leitung des Zoos will sich nach der Sommerpause bei den Stadtratsfraktionen für das Orang-Utan-Haus stark machen.

Fotos aus dem Orang-Utan-Haus

Bilder aus dem Orang-Utan-Haus im Dresdner Zoo

Bei der SPD ist das Thema längst angekommen. Die Dresdner Sozialdemokraten hatten auf dem jüngsten Unterbezirks-Parteitag einen Leitantrag beschlossen, in dem das Orang-Utan-Haus als eine Priorität genannt wird.

„Wir sind einigermaßen überrascht, dass das Vorhaben im Haushalt nicht auftaucht“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Dana Frohwieser gegenüber DNN. Die Fraktion werde sich für das Orang-Utan-Haus einsetzen, versprach sie. Ärgerlich sei aber, dass nun im Haushalt umgeschichtet werden müsse. „Wenn wir acht Millionen Euro für das Orang-Utan-Haus haben wollen, müssen wir an anderer Stelle etwas wegnehmen. Besser wäre es gewesen, wenn das Geld gleich eingeplant worden wäre“, so die Fraktionsvorsitzende.

Von Thomas Baumann-Hartwig