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Stadtpolitik So funktioniert die Corona-Ampel für Dresden
Dresden Stadtpolitik So funktioniert die Corona-Ampel für Dresden
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18:53 28.05.2020
Symbolfoto Quelle: Patrick Moye
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Dresden

Seit Donnerstag hat Dresden eine eigene Corona-Ampel. Das Dresdner Gesundheitsamt aktualisiert diese Ampel täglich auf der Homepage. Darin werden Neuinfektionen in fünf Farbstufen auf lokaler Ebene angezeigt.

„Transparenz und Aktualität sind wichtig, damit alle Menschen in unserer Stadt frühzeitig informiert sind und sich auf die Situation und notwendige Schutzmaßnahmen einstellen können“, sagt Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann. Hintergrund ist die neue Sächsische Corona-Schutzverordnung. Diese sieht vor, dass Landkreise und kreisfreie Städte selbstständig Maßnahmen zur Eindämmung ergreifen. Sollte es demnach innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 neue Infektionsfälle pro 100.000 Einwohner geben, muss die Stadt Schutzmaßnahmen ergreifen.

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So funktioniert die Corona-Ampel für Dresden

Die Corona-Ampel gliedert sich in fünf Farbstufen. Am harmlosesten ist dabei Stufe 1 mit der Färbung sattgrün. Demzufolge gibt es bis zu 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Für Dresden bedeutet das in Relation zur Einwohnerzahl, dass sich bis zu 112 Personen pro Woche anstecken.

Stufe zwei zeigt an der Ampel hellgrün und bezeichnet die „Phase des Wachstums“: Das gilt bei 21 bis 25 Neuinfektionen pro Woche. Demnach betrifft das Dresden bei 118 bis 141 Neuinfektionen. Die dritte Phase zeigt die Warnfarbe gelb an und beschreibt die Phase der „erhöhten Wachsamkeit“. Diese gilt bei 146 bis 197 positiv getesteten Dresdnern binnen einer Woche. In diesem Fall kann die Stadt Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum einführen. Dazu zählt auch, Nase und Mund zu bedecken. Auch die Teilnehmerzahl von Versammlungen im Freien können in dieser Phase beschränkt werden.

Die kritischen Phasen

In der vierten Stufe zeigt die Corona-Ampel Orange an. In der Phase der „Schadensbegrenzung“ stecken sich in Dresden 202 bis 275 Menschen pro Woche mit Covid-19 an. Die Einschränkungen können dann erweitert werden für Gemeinschaftseinrichtungen, Gastronomie, Hotels, Kinos, Theaters und Fitnessstudios.

Die höchste Stufe ist die Nummer fünf und zeigt die Farbe rot an: Diese tritt ein, wenn in Dresden über 281 Personen pro Woche neu infiziert sind. Es ist die Rede von einer „epidemischen Ausbreitung“. In diesem Fall dürfen Ausgangsbeschränkungen eingeleitet werden und die Stadt kann sämtliche Einrichtungen schließen – mit Ausnahme des öffentlichen Nahverkehrs und Einrichtungen der Grundversorgung.

„Ich hoffe, dass die Ampel möglichst lange auf grün steht“

Für das Ampelsystem spielt es keine Rolle, wenn sich etwa ein größerer Ausbruch an Neuinfektionen einem räumlichen Cluster zuordnen lässt. Maßnahmen sind dann nicht zwingend für die gesamte Stadtbevölkerung notwendig. Als Beispiel nennt das Rathaus aktuelle Ausbrüche in Fleischfabriken in Baden-Württemberg oder Niedersachsen. „Ich hoffe, dass die Ampel möglichst lange auf grün steht. Wir alle können dafür etwas tun. Bitte halten Sie sich an die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen“, sagt die Gesundheitsbürgermeisterin.

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Von SL