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Stadtpolitik Radwege auf der Albertstraße kommen doch
Dresden Stadtpolitik Radwege auf der Albertstraße kommen doch
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20:34 30.10.2019
Eine Fahrspur der Albertstraße wird für Radwege wegfallen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Albertstraße wird nun doch Radwege erhalten. Das hat der Stadtrat nach langer Debatte am Mittwochabend mit den Stimmen von Grünen, Linken, SPD und Fraktionslosen entschieden. 33 Stadträte von CDU, AfD, FDP und Freien Wählern stimmten dagegen.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) kündigte an, umgehend Fördermittel für die rund 600 000 Euro teuren Arbeiten zu beantragen. Der Freistaat Sachsen werde wahrscheinlich keine neuen Straßenbaumaßnahmen in Dresden fördern. Die Stadt könne aber auf Mittel für den Öffentlichen Personennahverkehr und den Radverkehr hoffen.

Radweg soll auf der Brücke Richtung Fahrbahn rücken

Für die Radwege soll eine der beiden Autofahrspuren in Richtung Albertplatz wegfallen. Die Arbeiten an den Radverkehrsanlagen sollen im nächsten Jahr beginnen. Der Baubürgermeister kündigte an, dass die Verwaltung an einer Lösung für den Radverkehr Richtung Altstadt am Übergang zur Carolabrücke arbeitet. So soll im Zuge der Brückensanierung der Radweg von der rechten Seite neben den Gleisen auf die andere Seite in Richtung Fahrspuren wechseln. Derzeit würden die Planungen laufen.

CDU glaubt an bessere Varianten

Veit Böhm, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, erklärte, seine Fraktion sei für sichere Radwege an der Albertstraße. Es würde aber bessere Varianten geben als Radverkehrsanlagen am Fahrbahnrand. Robert Malorny (FDP) brachte eine Variante über die Sarrasanistraße ins Gespräch. Johannes Lichdi, Verkehrsexperte der Grünen, wetterte: „Es ist keine zeitgemäße Verkehrspolitik, den Radverkehr auf die Nebenstraßen zu verbannen!“

10 Jahre Kampf für Radwege

Susanne Krause (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte daran, dass sie sich seit 2010 für Radwege an der Albertstraße einsetze. Viele Menschen in Dresden würden sich nicht trauen, aufs Fahrrad zu steigen, weil die Infrastruktur schlecht ausgebaut sei. Vincent Drews (SPD) und Martin Schulte-Wissermann (Piraten) wiesen darauf hin, dass die Albertstraße eine große Lücke im Radwegenetz der Stadt sei.

Maximilian Aschenbach (Die Partei) spielte per Tablet-Computer die Stimme des FDP-Fraktionsvorsitzenden Holger Zastrow ein, der die Sachsen als autoversessen bezeichnete. Zastrow fehlte ebenso wie Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Mittwochabend, so dass der Antrag mit drei Stimmen Mehrheit angenommen wurde.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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