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Stadtpolitik Das steht im Wahlprogramm der Bündnisgrünen
Dresden Stadtpolitik Das steht im Wahlprogramm der Bündnisgrünen
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12:32 15.01.2019
Steht auch im Grünen-Programm: Der Promenadenring.
Steht auch im Grünen-Programm: Der Promenadenring. Quelle: Stadtverwaltung
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Dresden

100 Prozent Zustimmung und Bündnis 90/Die Grünen – das passt doch nicht zusammen. In Dresden ist das jetzt anders: Am Sonnabend hat der Stadtparteitag der Grünen im Kraftwerk Mitte mit 100 Prozent das Programm für die Kommunalwahl verabschiedet. Die rund 120 Mitglieder legten ein für grüne Verhältnisse Rekordtempo hin: Nach fünf Stunden war die Programmarbeit erledigt.

Dabei wollen die Grünen für das Leitbild einer autofreien Äußeren Neustadt kämpfen. Der Weg bis dahin soll Schritt für Schritt gemeinsam mit Anwohnern, Gewerbetreibenden und ortsansässigen Initiativen gegangen werden. Als Verbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege favorisieren die Grünen statt einer Fähre eine Fußgänger- und Radverkehrsbrücke als beste Lösung.

Säumigen Zahlern nicht den Strom abklemmen

Die Dresdner Stadtwerke (Drewag) sollen künftig säumigen Kunden nicht den Strom abklemmen dürfen, wenn es nach den Grünen geht. Und für die Vorhaben von Kindern und Jugendlichen soll ein eigenes Budget reserviert werden, das auch von Kindern und Jugendlichen verwaltet wird.

Mehr Stadtgrün soll heiße Sommer erträglich machen, die Grünen wollen den Klimaschutz in Dresden vorantreiben. Dafür sollen die Dächer städtischer Gebäude deutlich schneller als bisher mit Solaranlagen ausgestattet werden. Die Drewag sollen rasch aus dem Bezug von Braunkohlestrom aussteigen. Die Grünen bekennen sich zum Bau des Promenadenrings, der gerade im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau eine Mehrheit verfehlt hat.

„Während die CDU und ihre rechten Partner von FDP bis AfD im Moment offenbar vor allem ein modernes Dresden blockieren wollen, haben wir ein Programm erarbeitet, das ein Angebot für alle ist, die Zukunftsthemen in Dresden verwirklichen wollen“, erklärte Vorstandssprecher Klemens Schneider.

Radfahrer, Fußgänger, Bus und Bahn stärken

Die Grünen würden für ein zeitgemäßes großstädtisches Verkehrsnetz für Dresden kämpfen, das sich weniger an verkrusteten Ideologien als vielmehr an den Bedürfnissen aller Menschen orientiere. Deshalb sollten sich die Bedingungen für Rad- und Fußgängerverkehr sowie für Bus und Bahn weiter verbessern.

„Dresden wird grün und das wird auch Zeit“, erklärte Vorstandssprecherin Susanne Krause. Die stetig wachsende Zahl von Mitgliedern bringe auch eine Vielzahl an neuen Ideen für die Stadt mit sich. „Die Atmosphäre auf dem Stadtparteitag war produktiv und die Debattenkultur vorbildlich.“

Von DNN