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Stadtpolitik Lehrer fordert den digitalen Hausmeister
Dresden Stadtpolitik Lehrer fordert den digitalen Hausmeister
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09:43 27.09.2019
Die Zukunft des Unterrichts: Schüler vor Computern. Quelle: dpa
Dresden

Für jeden Schüler ein mobiles Endgerät? Diese Vision ist zu begrüßen, sagt CDU-Stadtrat Matthias Dietze. „Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Schulranzen werden entschlackt. Die Lehrer können digitale Lernmedien einsetzen. Es entfallen Druckkosten für Lehrbücher.“ Es handele sich aber um eine Vision, die aus den Mitteln des Digitalpakts nicht finanziert werden können.

28 Millionen Euro erhält Dresden aus dem zwischen Bund und Ländern abgeschlossenen Digitalisierungsprogramm für Schulen. Das Geld soll in die schulgebundene Ausstattung fließen, hatte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) erklärt. Auch in Dresden.

Technik muss einsatzbereit sein

Die Linken haben noch vor der Sommerpause einen Antrag eingereicht, wonach die Stadtverwaltung eine Digitalisierungsstrategie für Dresdner Schulen vorlegen soll. Die Christdemokraten haben den Antrag jetzt komplett umgekrempelt. Dietze erklärt, worauf es ihm als Lehrer ankommt: „Wir dürfen das Augenmerk nicht nur auf den Kauf von neuer Technik legen. Wir müssen vor allem dafür sorgen, dass die Technik einsatzbereit ist.“

Er als Lehrer könne es sich nicht erlauben, mit dem Rücken zur Klasse an einem Gerät herumzudoktern, das nicht einsatzbereit ist. „Das ist der Disziplin nicht zuträglich.“ Weil aber viele Geräte nicht einsatzbereit seien und es Monate bis zur Reparatur dauere, würden die Lehrer auf den Einsatz digitaler Medien im Zweifel eher verzichten. „Wir brauchen den IT-Hausmeister“, schlägt der Pädagoge und Stadtrat vor.

Fokus auch auf die gesundheitlichen Gefährdungen lenken

Die Idee: Jedes in einer Schule installierte Gerät sollte an eine Zentrale regelmäßig seinen Status melden. Leuchtet in der Zentrale das rote Licht, rückt der digitale Hausmeister zeitnah aus und dem Defekt zu Leibe. Das Resultat: Die Technik in den Schulen läuft und die Lehrer nutzen die Möglichkeiten des modernen Unterrichtens.

Für die vielen Detailfragen wie die nach der Art der Hardware und der Softwarepakete sollte den einzelnen Schulen größtmöglicher Handlungsspielraum gelassen werden, fordert Lehrer Dietze. Er will den Fokus aber auch auf die gesundheitlichen Gefährdungen lenken, die Lehrer und Schüler bei intensiver Nutzung der Computertechnik ausgesetzt sind. Schließlich gehe es um einen effizienten Einsatz der Technik, mit dem Ressourcen geschont werden.

Der von Praktiker Dietze maßgeblich erarbeitete Antrag soll den Antrag der Linken vollständig ersetzen. In der Kürze der Zeit sei es ihm nicht gelungen, mit den Linken über die Digitalisierung der Schulen zu sprechen, bekennt Dietze. „Wir wollen mit unseren Ideen die Dresdner Bildung vorantreiben und hoffen auf breite Zustimmung.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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