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Stadtpolitik Inhaltliche Differenzen mit Oberbürgermeisterin - Frank Richter nicht mehr Moderator der AG 13. Februar
Dresden Stadtpolitik Inhaltliche Differenzen mit Oberbürgermeisterin - Frank Richter nicht mehr Moderator der AG 13. Februar
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21:42 09.09.2015
Frank Richter, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, hat sein ehrenamtliches Amt als Moderator der AG 13. Februar in Dresden abgegeben.
Frank Richter, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, hat sein ehrenamtliches Amt als Moderator der AG 13. Februar in Dresden abgegeben. Quelle: DNN Archiv
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Die AG 13

Inhaltliche Differenzen mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) haben ihn zu diesem Schritt bewogen.

Konkret geht es um die inhaltliche Arbeit der Gruppe. Drei Themen standen auf der Agenda, als Richter 2011 die Arbeit als Moderator übernahm. Im Mittelpunkt standen das Gedenken am 13. Februar und die Befriedung an diesem Tag. Ein dritter Aspekt, die Überlegungen zur allgemeinen Erinnerungskultur, standen hinten an, wurden laut Richter jedoch nie beiseite gelegt. Bei einem Treffen Ende August habe Orosz jedoch klar zu verstehen gegeben, dass sich die AG 13. Februar künftig nur noch um das Gedenken am 13. Februar sowie die Tätigkeiten gegen Rechtsextremismus kümmern soll. „Wir können nicht nur einen Tag isolieren, sondern müssen allgemein über die Erinnerungskultur in der Stadt nachdenken“, sagte Richter am Mittwoch gegenüber DNN-Online.

Ohne diese inhaltliche Aufgabe bedürfe die Gruppe und Frau Orosz nicht mehr seiner Hilfe, so Richter weiter. Ihm sei auch bewusst, dass seine Entscheidung bei einigen Mitgliedern auf Missfallen treffen werde. „Ich glaube, die Gruppe ist für die Arbeit rund um den 13. Februar gut aufgestellt“, so Richter.

OB Orosz  teilte am Donnerstag mit: „Frank Richter hat mit seiner vermittelnden und aufgeschlossenen Art die Arbeit der AG entscheidend geprägt. Alle Initiativen, Gruppen, Kirchen und Fraktionen die in der AG mitarbeiten, haben in ihm einen Ansprechpartner gehabt, der auch bei Meinungsverschiedenheiten und Konflikten immer ausgleichend und beruhigend gewirkt hat.

Unterdessen begannen am Mittwoch die Arbeiten der AG für den 13. Februar 2014. „Ich werde die Mitglieder der AG befragen, ob eine weitere Moderation gewünscht wird und denke, dass auch Vorschläge aus der AG kommen", so Orosz.

Dominik Brüggemann