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Stadtpolitik Geteiltes Echo auf Misere um Unischule
Dresden Stadtpolitik Geteiltes Echo auf Misere um Unischule
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08:24 20.03.2018
Die Zeit für die Startvorbereitungen für die Unischule wird langsam knapp. Quelle: dpa
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Dresden

Für die Krise um die geplante Unischule in Dresden ist bislang keine Lösung in Sicht. Aus der CDU gibt es Empfehlungen, den Starttermin zu verschieben. In der SPD wird an den bisherigen Plänen festgehalten.

Die Universitätsschule soll am Standort der 101. Oberschule an der Pfotenhauerstraße in Johannstadt angesiedelt werden und neue Methoden des Unterrichts erforschen. Aus der vorhandenen Oberschule wurden inzwischen Verdrängungsängste laut, es gibt ungelöste Fragen um die Verteilung der Räumlichkeiten. Nach den hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Anmeldezahlen für die Grund- und die Oberschule des Uni-Projekts gibt es inzwischen weder von der Stadt noch von der TU Dresden oder dem Land ein klares Bekenntnis zum bislang vorgesehenen Starttermin am 13. August (DNN vom 17. März). Es bestehen Zweifel, ob die Universität mit der geringen Zahl an Schülern ihr Konzept umsetzen kann, das unter anderem jahrgangsübergreifenden Unterricht vorsieht.

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Die Bildungspolitikerin der CDU im Stadtrat, Heike Ahnert, empfiehlt daher eine Verschiebung um ein Jahr. Es ist zu überlegen, „ob 2019 noch mal ein guter Start probiert wird, oder ob es holprig weiter gehen soll“. In ihren Augen ist die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit für die Situation verantwortlich, die die Ansiedlung an der Pfotenhauerstraße mit „der Brechstange“ durchgesetzt habe. Die Unsicherheiten um den Standort hätten sich in den Anmeldezahlen niedergeschlagen. Die Ansiedlung an der Boxberger Straße wäre eine Alternative gewesen. Sollte der Start im August beibehalten werden, müssten jetzt ganz schnell die Probleme ausgeräumt werden.

Dana Frohwieser (SPD) widersprach der Kritik. An der verfahrenen Situation zwischen den Schulen habe das Schulverwaltungsamt eine Mitschuld. So stehe noch immer das vom Stadtrat geforderte Konzept für die Perspektive der beteiligten Schulen aus. Die Verdrängungsdebatte gehe völlig am Kern der Sache vorbei. Wenn sich das Konzept bewährt, würde es langfristig ohnehin überall eingeführt. Es müsse jetzt alles getan werden, um den Start im August zu ermöglichen.

Von Ingolf Pleil