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Stadtpolitik Folge des Vergleichs im Stadt-Gagfah-Rechtsstreit: Aktienkurs stieg wieder
Dresden Stadtpolitik Folge des Vergleichs im Stadt-Gagfah-Rechtsstreit: Aktienkurs stieg wieder
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22:43 09.09.2015

Knapp zwei Wochen haben die Fraktionen im Dresdner Stadtrat Zeit, das Ergebnis der notariellen Vertragsvereinbarung zu prüfen, bevor der Stadtrat am 15. März darüber entscheidet. Auch die Landesdirektion Dresden schaut noch einmal drauf.

Möglicherweise bezeichnend für den neuen Stil von Dresdens wieder genesener Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) war, dass sie die Spitzen der Fraktionen am Freitag um 16 Uhr noch vor der Presse, die erst gegen 20 Uhr mit der Gagfah-Einigung versorgt wurde, über den Vergleich unterrichtet hatte. Die Nachricht kam in jedem Fall überraschend, weil erst im Januar ein gerichtliches Mediationsverfahren für eine gütliche Einigung gescheitert war. Damals war dem Vernehmen nach Dresden sFinanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) Verhandlungsführer. Bei den dann folgenden "Geheimverhandlungen" hinter verschlossenen Rathaus-Türen soll Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) - selber auch Jurist - das Wort geführt haben, natürlich "nur" an der fachlichen Seite der Anwälte Dr. Boris Besch und Otto Stolberg-Stolberg von der Kanzlei Noerr LLP in Dresden.

Dass es am Wochenende Kritik aus den Reihen von SPD, Linken und Grünen hagelte, verwundert nicht. Seit dem Verkauf der rund 48000 Wohnungen für 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2006 lassen die Verkaufsgegner kein gutes Haar an Stadt und Gagfah, obschon Dresden sich als erste Großstadt in Deutschland damit komplett entschulden und seither mehr als jede andere Stadt in Straßen, Wirtschaft, Kitas und Schulen investieren konnte.

Die Gagfah selbst indes konnte schon frohlocken: Die im Nebenwerteindex MDAX notierte Aktie, die nach Bekanntwerden der Klageabsicht im März vergangenen Jahres zeitweise um bis zu 60 Prozent eingebrochen war, legte nach der Pressemitteilung am Freitagabend deutlich zu. Das Papier schloss im späten Handel bei 4,69 Euro, nachdem es zuvor mit 4,38 Euro aus dem so genannten elektronischen Xetra-Handel gegangen war. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.03.2012

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