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Stadtpolitik Einbußen durch Corona: Dresden will Kleinstunternehmern und Selbstständigen sofort helfen
Dresden Stadtpolitik Einbußen durch Corona: Dresden will Kleinstunternehmern und Selbstständigen sofort helfen
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17:40 24.03.2020
Amtsleiter Robert Franke informierte am Dienstag über die Soforthilfe-Maßnahmen. Ein Schild weist den Weg zum Briefkasten. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Es soll alles ganz schnell und unkompliziert funktionieren: Dresden will Kleinstunternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen mit 1000 Euro helfen, die umsatzlose Zeit zu überstehen. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagt Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung. Doch ob die Soforthilfe wirklich beantragt werden kann, muss erst der Stadtrat am Donnerstag entscheiden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) steht hinter der Idee: „Mit der Soforthilfe möchten wir ein Signal der Unterstützung und Solidarität senden: Die Stadt braucht Sie und wir stehen an Ihrer Seite“, sagt er.

Dass 1000 Euro nicht reichen werden, um die derzeitigen Umsatzeinbußen überbrücken zu können, weiß Robert Franke. Die Soforthilfe soll eine erste Entlastung sein, bis der Bund über weitere Hilfe entschieden habe, sagt der Amtsleiter. Bei den 1000 Euro handelt es sich um eine Pauschale, die nicht zurückgezahlt werden muss. Jeder, der selbstständig, freiberuflich ist oder ein Kleinstunternehmen führt, welches weniger als zehn Mitarbeiter hat und im Jahr höchstens zwei Millionen Euro Umsatz macht, kann die Soforthilfe beantragen.

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Schon Mitte nächster Woche soll das erste Geld fließen

Neben dem Antrag selbst müssen noch ein Nachweis der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit sowie eine Kopie beider Seiten des Personalausweises mit abgegeben werden. Wer sich bei der Antragstellung vertreten lassen muss, darf die Vollmacht nicht vergessen. Die ist in Anlage Drei des Antrages zu finden.

Stimmt der Stadtrat positiv ab, soll schon Mitte nächster Woche das erste Geld fließen, sagt Robert Franke. „Hier geht es um Geschwindigkeit. Das wird so unbürokratisch wie möglich geschehen“, verspricht er. Der Antrag muss schriftlich eingereicht werden, entweder per Post an Landeshauptstadt Dresden, Amt für Wirtschaftsförderung, Postfach 120020, 01001 Dresden oder per Fax an 488 87 03. Wem das zu lange dauert, kann die Unterlagen auch in den Briefkasten im World Trade Center an der Ammonstraße 74 einwerfen. Dieser befindet sich nach dem Haupteingang gleich rechts neben den Fahrstühlen und ist entsprechend beschriftet. Auch der Briefkasten am Rathaus kann genutzt werden.

Barauszahlung ist nicht möglich

Wenn die vollständigen Unterlagen geprüft wurden, erhalten die Antragsteller einen Zuwendungsbescheid per Post und das Geld soll so schnell wie möglich überwiesen werden. Die Menge der Anträge wird letztendlich darüber entscheiden, wann die 1000 Euro auf dem Konto landen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Wer Fragen zur Beantragung hat, kann sich an die Hotline unter der Tel.: 488 87 26 wenden. Alternativ können Fragen auch per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@dresden.de gestellt werden. Persönliche Besuche im Amt für Wirtschaftsförderung sollen vermieden werden. Robert Franke und sein Team bitten die Antragsteller, die Unterlagen vollständig abzugeben und darauf zu achten, alle vier benötigten Unterschriften im Antrag auch zu tätigen.

Die Anträge können unter www.dresden.de/wirtschaftsservice heruntergeladen werden.

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