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Stadtpolitik Dresdner Grüne gegen Bebauung rund um Goldenen Reiter
Dresden Stadtpolitik Dresdner Grüne gegen Bebauung rund um Goldenen Reiter
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07:17 11.05.2019
Die Gründen wollen den Freiraum am Neustädter Markt erhalten. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Dresdner Grünen sind gegen die Bebauung des Neustädter Marktes. Im gegenwärtigen Freiraum mit der Platanen-Bepflanzung stecke viel Qualität, erklärte der baupolitische Sprecher der Stadtratsfraktion Thomas Löser. Das „grüne Wohnzimmer“ sollte eher gestärkt werden.

Die Haltung ist Bestandteil eines Positionspapiers der Stadtratsfraktion zum Architekten-Wettbewerb für Königsufer und Neustädter Markt. Der Sieger-Entwurf der Architekten Prof. Bernd Albers (Berlin) und Prof. Günther Vogt sieht eine relativ geschlossene Bebauung zwischen Finanzministerium und Augustusbrücke, einen Lückenschluss zwischen Blockhaus und Nobelhotel sowie zwei Baukörper auf dem Neustädter Markt an der Stelle vor, wo heute mehr oder weniger gut erhaltene Brunnen stehen. Dieser Entwurf ist Gegenstand der weiteren städtebaulichen Planungen. Letztlich muss der Stadtrat über die Gestaltung entscheiden. Wann das sein wird, ist offen.

Der Neustädter Mark soll nach Ansicht der Grünen-Politiker Johannes Lichdi (li.), Thomas Löser und Ulla Wacker Quelle: Dietrich Flechtner

Löser geht davon aus, dass die Verwaltung zunächst für den Bereich zwischen Blockhaus und Hotel einen Bebauungsplan anstrebt. Dort stünden Investoren in den Startlöchern. Dafür müsse die Stadt rechtzeitig den Rahmen setzen.

Die Grünen sind grundsätzlich mit dem Wettbewerbsverfahren und der bisherigen Bürgerbeteiligung zufrieden. Sie wünschen sich aber am Königsufer eine durchlässigere Bebauung. Damit soll die Verbindung zwischen Altstadt, Elbraum und Neustädter Markt geschaffen werden.

Beidseits des Goldenen Reiters sollten weitere Bäume gepflanzt und die vorhandenen Brunnen saniert werden. „Die Bewohner wollen den Erhalt des grünen Lebens an dieser Stelle, wir sollten sie ernst nehmen“, erklärte Ulla Wacker, die für die Grünen im Stadtbezirksbeirat Neustadt sitzt und Mitglied der Wettbewerbs-Jury war. Dort sei vor allem sehr viel über die Blockhaus-Seite diskutiert worden und weniger über den Neustädter Markt. Gerade in heißen Sommermonaten zeige die Grünfläche ihren Wert.

Grüne: Zwei Autospuren genügen

Wenn die Veränderungen am Neustädter Markt überhaupt sinnvoll sein sollen, müsse sich auch die Verkehrssituation ändern, erklärte der grüne Neustadt-Politiker Johannes Lichdi. Für Große Meißner Straße und Köpckestraße mit heute vier Fahrspuren würden zwei überbreite Spuren für den Autoverkehr genügen. Trotz des Gegenwinds aus dem bürgerlichen Lager im Stadtrat bekräftigte Lichdi die Pläne für eine autofreie Augustusbrücke.

Für den Erhalt der Lebensqualität am Neustädter Markt setzt sich auch die Bürgerinitiative „Neustädter Freiheit“ ein. Sie hat für Sonnabend, 15 Uhr, Politiker der Stadtratsfraktionen zu einer Diskussionsrunde im „AHA-Studio“, Neustädter Markt 9, eingeladen. „Wir möchten wissen, was die Parteien wollen, um zu sehen, wen wir wählen können“, sagte Alexander Heber von der Initiative.

Von Ingolf Pleil

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