Dresdens CDU kürt ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im Mai
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Stadtpolitik Dresdens CDU kürt ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im Mai
Dresden Stadtpolitik Dresdens CDU kürt ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im Mai
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09:07 14.01.2019
Die Dresdner CDU positioniert sich für die Stadtratswahlen im Mai (Symbolbild).
Die Dresdner CDU positioniert sich für die Stadtratswahlen im Mai (Symbolbild). Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Dresden

Der CDU-Kreisvorstand stellt am heutigen Montag die Weichen für die Stadtratswahl am 26. Mai. Die Vorstandsmitglieder befassen sich mit den Kandidatenlisten. Eine Wahl ist eine Zäsur, und bei den Christdemokraten fällt die personelle Zäsur umfangreich aus. Mehrere Stadträte haben ihren Abschied aus der Stadtratsfraktion gegenüber DNN angekündigt. Die Ära des „Revolutionsadels“ geht zu Ende.

Trotz Rückzügen besteht ein Überangebot

Helfried Reuther ist seit 1990 Mitglied des Stadtrats. Jetzt wird sich der Umweltpolitiker der Fraktion nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Auch Klaus-Dieter Rentsch ist seit 1990 ununterbrochen Stadtrat, auch er hat seinen Rückzug aus der Fraktion angekündigt. Kulturpolitiker Gottfried Ecke bewirbt sich ebenso wenig um eine Wiederwahl wie Angela Malberg, die ebenfalls seit 1990 Stadträtin ist. Hermann Kulzer, der für die verstorbene Christa Müller in den Stadtrat nachgerückt ist, hat angekündigt, sich nicht wieder um ein Mandat zu bewerben. Auch Thomas Krause strebt eine Wiederwahl nicht an.

Diese Dresdner CDU-Stadträte treten nicht mehr an

Trotz des Rückzugs von mehreren Stadträten gibt es, wie bei jeder Wahl, ein Überangebot an Bewerbern für einen aussichtsreichen Listenplatz in den Wahlkreisen. Die damalige rot-grün-rote Stadtratsmehrheit hatte Mitte 2018 die Zahl der Wahlkreise von zwölf auf elf reduziert, was zu zusätzlichen Härten führt. Es fällt ein Listenplatz eins weg. Davon unmittelbar betroffen: Sportpolitikerin Anke Wagner, die 2015 im Wahlkreis 10 auf dem Spitzenplatz stand, jetzt aber ohne „politische Heimat“ ist.

Nach dem Willen des geschäftsführenden Kreisvorstands sind die Direktkandidaten für die Landtagswahl bei der Stadtratswahl gesetzt. Damit werden Gunter Thiele und Ingo Flemming auf Listenplatz eins antreten. Spitzenplätze dürften auch Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Krüger, „Stimmkönig“ Steffen Kaden, die Schönfeld-Weißiger Ortsvorsteherin Daniela Walter, Bildungspolitikerin Heike Ahnert und Veit Böhm erhalten. Die stellvertretende Kreisvorsitzende Petra Nikolov ist ebenso für einen Spitzenplatz vorgesehen.

Das letzte Wort hat der CDU-Kreisparteitag

Als der Landtagsabgeordnete Patrick Schreiber im Herbst 2018 angekündigt hatte, dass er sich aus dem Landtag verabschiedet, hatte er ein politisches Comeback auf Stadtratsebene angedeutet. Nun ist es amtlich: Schreiber will für den Stadtrat kandidieren und im Wahlkreis Altstadt auf Platz eins der Liste stehen.

Stadträtin Wagner hat sich im Dresdner Westen um einen Spitzenplatz bemüht, doch die Mitglieder des dortigen Ortsverbandes wollen mit Felix Hitzig einen Mann aus den eigenen Reihen ganz vorne sehen. Der Kreisvorstand muss den Konflikt entscheiden.

Patrick Schreiber kandidiert im Wahlkreis Altstadt. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten

Die langgedienten Stadträte Georg Böhme-Korn und Dietmar Haßler werden erneut für den Stadtrat kandidieren, aber nicht auf Spitzenplätze. Beide sind zunächst jeweils für einen Listenplatz drei vorgesehen. Hans-Joachim Brauns, der sich Hoffnung auf Platz eins in Altstadt gemacht hatte, könnte wie 2014 auf Platz zwei in diesem Wahlkreis antreten.

Das letzte Wort hat der CDU-Kreisparteitag, der über die Listenvorschläge des Kreisvorstands entscheidet. Kampfkandidaturen sind dann durchaus möglich, waren allerdings in der Vergangenheit meist erfolglos.

Von Thomas Baumann-Hartwig