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Stadtpolitik Dresden verpasst Klimaschutzziel für städtische Gebäude
Dresden Stadtpolitik Dresden verpasst Klimaschutzziel für städtische Gebäude
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09:13 16.11.2019
Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulverwaltungsamtes in der Fiedlerstraße. Künftig will die Stadt alle geeigneten Neubauten mit Photovoltaikanlagen ausstatten. Quelle: Stadt Dresden
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Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden wird es nicht schaffen, den Energieverbrauch für ihre Gebäude bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Der Stadtrat hatte 2009 als Handlungserfordernis für die Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes diese Marke beschlossen. Doch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) räumte jetzt in einem Schreiben an die Stadträte ein, dass Dresden dieses Ziel verfehlen wird.

Dank des Kindertagesstätten-Neubauprogrammes sei es zwar gelungen, den Wärmeverbrauch im städtischen Eigenbetrieb gegenüber 2008 um rund 20 Prozent zu reduzieren. „Ein hoher Anteil an denkmalgeschützten Gebäuden bei Verwaltung und Schulen oder eine ungenügende Neubau- und Sanierungsrate auch in allen anderen Bereichen zeigen, dass eine durchschnittliche Senkung der Verbrauchswerte um 20 Prozent bis 2020 nicht erreicht werden kann.“

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Beim Stromverbrauch ist dem Schreiben zufolge sogar ein Anstieg von elf Prozent zu verzeichnen. Grund sei ein höherer Ausstattungsgrad mit technischen Anlagen als noch vor elf Jahren. Diesem Trend könne nur durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen entgegengewirkt werden. Bei geeigneten Gebäuden und Standorten könne ein Deckungsanteil von 20 bis 30 Prozent erreicht werden, so der für städtische Liegenschaften und Immobilien zuständige Bürgermeister. Der Standort des Schulverwaltungsamtes in der Fiedlerstraße habe beispielsweise mit einer Photovoltaikanlage im ersten Betriebshalbjahr einen Deckungsanteil von 38 Prozent erzielt.

Die Verwaltung kündigte an, künftig alle geeigneten Neubauten mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Ebenso werde dies bei Dachsanierungen erfolgen, sofern nicht denkmalschutzrechtliche oder statische Belange entgegenstünden.

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