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Stadtpolitik Dresden reglementiert Bau von Hochhäusern
Dresden Stadtpolitik Dresden reglementiert Bau von Hochhäusern
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13:16 10.06.2019
Blick vom Bismarckturm auf die Innenstadt. Die Silhouette soll geschützt werden. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten
Dresden

Die Stadtverwaltung soll bis zum 30. Dezember ein Leitbild entwickeln, das Standorte für Hochhäuser definiert. Das hat der Stadtrat am Freitagabend mit großer Mehrheit beschlossen. „Es gilt, eines der wichtigsten Güter der Stadt zu schützen“, erklärte Gunter Thiele, baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: die Stadtsilhouette.

Dresden hat eine eigene Kultur mit Hochhäusern entwickelt“, erklärte Thomas Löser, baupolitischer Sprecher der Grünen. „Wir wollen klar sagen: In welchen Sichtbeziehungen können wir uns hohe Gebäude vorstellen und wo muss die Silhouette geschützt werden?“ Für den SPD-Baupolitiker Hendrik Stalmann-Fischer geht es nicht nur um den Schutz der Altstadt, sondern auch um die Sicht auf die Natur am Stadtrand.

Tilo Wirtz (Die Linke) wies auf Hochhausprojekte hin, die erst auf Intervention des Stadtrates gestoppt worden seien. „Auch die Stadt wollte als Bauherr am Ferdinandplatz ein Hochhaus errichten“, erklärte er. Derartige Vorhaben könnten mit einem Leitbild gar nicht erst geplant werden.

80 Meter lange Fassaden ohne jeglichen Gestaltungsanspruch

Neben dem Hochhausleitbild soll die Verwaltung auch Grundsätze für die Stadtgestaltung erarbeiten, die den Investoren an die Hand gegeben werden sollen. Das hat der Stadtrat mit 31 gegen 29 Stimmen beschlossen. „Man muss als Bauherr Rücksicht auf das nehmen, was diese Stadt ausmacht“, erklärte Thomas Blümel (Bürgerfraktion).

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Immer wieder frage er sich, sagte Löser, wie manche Gebäude genehmigt werden konnten. 80 Meter lange Fassaden ohne jeglichen Gestaltungsanspruch würden ihn fassungslos machen. Dem müsse etwas entgegengesetzt werden.

„Wenn die Ansprüche an die Gestaltung klar sind, kann es zu solchen Auswüchsen nicht kommen“, erklärte Wirtz. Bauherren bräuchten Einigkeit und Klarheit in den Vorgaben. Auf freiwilliger Basis werde eine anspruchsvolle Architektur aber nicht realisiert, so der Baupolitiker der Linken.

Thiele erklärte, die geplanten Grundsätze würden die Situation nicht verbessern. „Wir können nur an die Adresse der Stadtverwaltung appellieren und ein verantwortungsvolles handeln der Akteure anmahnen.“ Festgeschriebene Grundsätze würden zu einer weiteren Gängelung der Investoren führen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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