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Stadtpolitik Debatte über sozialen Wohnungsbau in Dresden gewinnt an Fahrt
Dresden Stadtpolitik Debatte über sozialen Wohnungsbau in Dresden gewinnt an Fahrt
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17:43 05.12.2018
Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft WiD soll bislang Sozialwohnungen bauen. Quelle: WiD
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Dresden

Die Debatte über die Ausrichtung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden“ (WiD) gewinnt an Fahrt. Der wohnpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Ingo Flemming, begrüßte am Mittwoch die Äußerungen der Grünen zur künftigen Strategie beim sozialen Wohnungsbau.

Stadtratsfraktionschef Thomas Löser hatte in den DNN mehr Ehrlichkeit in der Wohnbaudebatte gefordert und damit auf das Scheitern des Hochhausprojektes für Sozialwohnungen in der Johannstadt reagiert. Die WiD sei zu dem Zweck gegründet worden, ausschließlich mit Fördermitteln des Freistaats und ohne städtische Zuschüsse Sozialwohnungen zu errichten. „Wer jetzt eine soziale Durchmischung fordert, muss auch ehrlich sagen, dass das Geld kostet. Im Haushalt sehe ich die Gelder dafür aber nicht“, so Löser. Möglicherweise müsse die Stadt auch über geteilte Eigentumsformen nachdenken und bei großen Baugrundstücken neben der WiD auch Bauherrengemeinschaften und private Projektentwickler zum Zuge kommen lassen. „Wir stehen in der Verantwortung, die Folgebeschlüsse zu treffen, damit wir schnell zu Sozialwohnungen kommen.“ Zuvor hatte schon der SPD-Unterbezirk ein Umdenken gefordert.

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CDU: Dresden braucht sozialen Wohnungsbau

Nach Felmmings Ansicht ist Ehrlichkeit „dringend geboten“, weil das Aufbegehren der Bürger gegen Wohnbauvorhaben in der Johannstadt oder jüngst auf der Südhöhe zeigen: Die WiD habe „ein Akzeptanzproblem“. Da auf der anderen Seite niemand bestreite, „dass wir angesichts eines Wohnungsleerstandes von unter zwei Prozent in Dresden auch sozialen Wohnungsbau brauchen“, stelle sich die Frage, „wie wir mit dieser Situation umgehen.“ Planungssicherheit für die WiD sei nur zu schaffen, wenn es gelingt, die Bürger mitzunehmen und gewachsenen Strukturen zu berücksichtigen.

Vor allem müsse „die einseitige Orientierung auf den Sozialwohnungsbau“ überwunden werden, fordert Ingo Flemming. Die WiD allein könne die Probleme nicht meistern. „Wir haben von Anfang an den Standpunkt vertreten, dass dazu die Unterstützung privater Bauherren, die Förderung der Wohnungsgenossenschaften sowie ein aktives Liegenschaftsmanagement, ein investorenfreundliches Klima und etliches mehr gehören“, erklärte Flemming. Die CDU sei gesprächsbereit.

Von I.P.

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