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Stadtpolitik AG "13. Februar" in Dresden plant Proteste gegen Neonazis mit Prinzen-Sänger Krumbiegel
Dresden Stadtpolitik AG "13. Februar" in Dresden plant Proteste gegen Neonazis mit Prinzen-Sänger Krumbiegel
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23:15 09.09.2015
Von Deutsche Presse-Agentur dpa

Geplant sind zudem die Auftritte von verschiedenen Musikgruppen und Reden von Überlebenden des Zweiten Weltkrieges. Darüber hinaus sollen Protestaktionen in „Sicht- und Hörweite" der Neonazis stattfinden, hieß es. Bisher gebe es auf den einschlägigen Seiten der rechten Szene noch wenig Aufrufe. „Das macht uns Hoffnung", sagte Sebastian Vogel, Vorsitzender des Dresdner Ausländerrates und Mitglied der AG.

„Egal was passiert, wir werden ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen", sagte Vogel. Der Tag werde auf jeden Fall laut und bunt. Die genaue Planung für die Protestaktionen stehen derzeit noch nicht fest, da auch die Marschroute der Neonazis noch unbekannt sei. Bisher liegen nach Angaben der Stadt etwa zehn angemeldete Demonstrationen für den 13. Februar vor, für den 18. Februar sind es bisher sechs. Am 13. Februar - dem Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg - soll es eine große Menschenkette geben, die die Innenstadt komplett umschließt. Auf dem Neumarkt werden 10 000 Kerzen zum Zeichen für Frieden und Toleranz angezündet. Änderungen gibt es erstmals beim Gedenken auf dem Heidefriedhof: Die Kranzniederlegung wird gestrichen, dafür legen die Teilnehmer weiße Rosen auf der Gedenkmauer nieder. Mit den Aktionen setzen zum ersten Mal bürgerliche Parteien, Vereine, Verbände und Kirchen gemeinsam ein Zeichen gegen Rechts. Seit Jahren wird der Jahrestag der Zerstörung Dresdens immer wieder durch Aufmärsche von Rechten und Randale überschattet. Nach gemeinsamen Angaben von SPD, Linken und Grünen im Thüringer Landtag wollen die Vertreter aller Parteien am 18. Januar offiziell zu Protesten gegen Rechts in Dresden aufrufen. Dafür wollen sie unter anderem Plakate des Dresdner Bündnisses „Dresden Nazifrei" mit dem Aufruf „Block Dresden 2012" in Erfurt aufhängen. Der Aufruf zu den Sitzblockaden ist allerdings rechtlich umstritten und wird auch von der Dresdner Arbeitsgruppe zum 13. Februar kritisiert. „Auch in diesem Jahr wollen sich wieder zahlreiche Menschen den Neonazis friedlich in den Weg stellen, darunter auch viele aus Thüringen", hieß es in der Mitteilung aus dem Thüringer Landtag. Zu den prominenten Unterstützern zählen unter anderem Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) und Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow.

dpa

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