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Polizeiticker Zeugen gesucht: Mann tritt 71-Jähriger in S-Bahn ins Gesicht
Dresden Polizeiticker Zeugen gesucht: Mann tritt 71-Jähriger in S-Bahn ins Gesicht
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15:43 25.07.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

Bereits am 16. Juli gegen 7.45 Uhr ist es in der S-Bahn zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und Bad Schandau zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einer Ausflugsgruppe und einem 21-Jährigen gekommen.

Die Senioren waren auf dem Weg in die Sächsische Schweiz und suchten in der gut ausgelasteten Bahn einen Sitzplatz. In einer Vierersitzgruppe nahm ein junger Mann mehr als einen Platz ein, da er die Füße auf den gegenüberliegenden Sitz gelegt hatte. Sein Rucksack stand auf einem Nachbarsitz. Eine Seniorin bat mehrmals, den Rucksack vom Sitzplatz zu nehmen und auf den Boden zu stellen. Der Täter verneinte knapp. Als sie 71-Jährige nun selbst Anstalten machte, den Rucksack auf den Boden zu stellen, trat der 21-Jährige der Frau unvermittelt ins Gesicht. Dadurch wurde die Brille der Frau zerstört und sie erlitt eine Platzwunde. Sie musste in ein Krankenhaus gebracht werden, das sie mittlerweile wieder verlassen konnte.

Eine junge Frau hatte das beobachtet und wollte die Polizei rufen. Daraufhin sprang der Täter auf und wollte davonrennen. Andere Personen aus der Reisegruppe, couragierte Zeugen sowie der Zugbegleiter versuchten den jungen Mann aufzuhalten. Dieser setzte sich mit aller Kraft zur Wehr. Er biss einem 76-Jährigen in die Finger, trat und schlug um sich. In der Folge erlitt mindestens eine weitere Person Hämatome an Armen und Beinen. Der 76-Jährige wurde vor Ort durch hinzugerufene Rettungskräfte medizinisch versorgt.

Gegen den 21-jährigen Deutschen ermittelt die Bundespolizei Dresden wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, da in seinem Rucksack eine Mühle mit Drogenresten aufgefunden wurden. Der Dresdner ist bereits wegen Körperverletzung, Eigentums- und Drogendelikten in Erscheinung getreten.

Die Bundespolizei sucht nun nach weiteren Zeugen der Tat, da es unter anderem Hinweise auf Zeugen gibt, welche die Tat filmten. Die Aufnahmen sind für das Strafverfahren als Beweismittel geeignet.

Die Bundespolizei bittet um Ihre Mithilfe: Wer hat die Tathandlung beobachten können oder kann Angaben zu den Geschehnissen machen? Alle Hinweise werden durch die Bundespolizei Dresden unter der Rufnummer (0351) 81 50 20 entgegengenommen.

Von PS

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