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Polizeiticker Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof – Staatsanwaltschaft erhebt weitere Anklagen
Dresden Polizeiticker Waffenfund am Dresdner Hauptbahnhof – Staatsanwaltschaft erhebt weitere Anklagen
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09:54 23.09.2019
Sprengstoffexperten untersuchten am Tag des Fundes das Auto. Quelle: Roland Halkasch
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Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen zwei weitere Männer aus Bosnien erhoben, die im Verdacht stehen, gewerbs- und bandenmäßig unerlaubt Kriegswaffen nach Deutschland gebracht zu haben.

Die Anklagen stehen in Zusammenhang mit dem Fund von 95 Handgranaten, vier vollautomatischen Gewehren, acht halbautomatischen Faustfeuerwaffen und diverser Munition am 18. Februar dieses Jahres am Dresdner Hauptbahnhof. Alles war in einem Auto versteckt.

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Fotos der Durchsuchungsaktion

In einem parkenden Mercedes an der Bayrischen Straße entdeckten Bundespolizisten scharfe Munition.

Keine Anhaltspunkte für Terroranschlag

Die zwei nun angeklagten 24 und 28 Jahre alten Männern sollen den Wagen präpariert, die Waffen und Munition darin versteckt und das Auto dann an die beiden mutmaßlichen Fahrer übergeben haben. Diese zwei – ein 17-jähriger Jugendlicher und ein 29-jähriger Mann, beide ebenfalls aus Bosniensind bereits Ende Juni angeklagt worden. Sie sollen den Wagen über die tschechisch-deutsche Grenze nach Dresden gefahren haben.

Bundespolizisten war der am Hauptbahnhof parkende Mercedes mit bosnischen Kennzeichen schließlich aufgefallen. Die Befragung der zwei Insassen weckte Zweifel an deren legalem Aufenthalt in Deutschland. Eine erste Kontrolle förderte mehrere scharfe Granaten in der Kofferraum-Verkleidung zutage.

So verpackt wurden die Handgranaten – versteckt hinter einer Seitenverkleidung im Kofferraum des Mercedes – gefunden. Quelle: LKA Sachsen

Auf die Spur der mutmaßlichen Hintermänner gelangte die Polizei durch ihre Ermittlungen. Als Motiv steht der gewinnbringende Weiterverkauf der verbotenen Waffen im Raum. Anhaltspunkte für einen geplanten Terroranschlag hätten sich hingegen keine ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Montag mit.

Nun wird das Landgericht Dresden über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden. Ein Termin steht noch nicht fest. Beide Beschuldigte befinden sich in Untersuchungshaft.

Von fkä

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