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Polizeiticker Tötungsdelikt in Dresden-Löbtau: 64-jähriger Mediziner festgenommen
Dresden Polizeiticker Tötungsdelikt in Dresden-Löbtau: 64-jähriger Mediziner festgenommen
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11:19 27.09.2019
Polizeibeamte untersuchen den möglichen Tatort in einem Mehrfamilienhaus in Dresden-Löbtau. Quelle: Tino Plunert
Dresden

Die Polizei hat einen 64-Jährigen Dresdner festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, seine 53 Jahre alte Ehefrau am Dienstag in der gemeinsamen Wohnung in Löbtau getötet zu haben. Der Tatverdächtige hatte selbst die Beamten gerufen. Im Zuge der Ermittlungen habe sich der Tötungsverdacht ergeben, so die Polizei. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Wie die Frau zu Tode kam, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Nach DNN-Informationen soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen ehemaligen Mediziner handeln, der am Donnerstag in Abwesenheit vom Dresdner Amtsgericht wegen unterlassener Hilfeleistung zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt worden war. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Arzt vor gut zwei Jahren seine verletzte Frau allein in der Wohnung ließ und das Haus verließ.

Angeklagter half schwer verletzter Ehefrau nicht

Seine Gattin war im Juni 2017 betrunken die Treppe in der gemeinsamen Wohnung hinabgestürzt und hatte sich dabei schwer verletzt. Sie erlitt eine Brustwirbelfraktur und mehrere Hämatome. Der Angeklagte hatte aber, obwohl er als Arzt gesehen haben muss, dass sie dringend medizinische Hilfe braucht, nichts unternommen, keinen Arzt gerufen und am Morgen das Haus verlassen.

Zeugen hatten Hilferufe einer Frau gehört und geklingelt. Der Arzt sagte, es sei alles in Ordnung und fuhr kurz danach mit dem Auto weg, hatte eine Zeugin im Prozess erzählt. Danach rief sie die Polizei. Als die Beamten die Wohnung öffneten, lag die Frau verletzt auf einer Couch. „Sie hatte überall Hämatome und blaue Flecke, das Laken war blutig, sie war total betrunken und verwirrt“, erinnerte sich ein Polizeibeamter. Ein Alkoholtest ergab 3,3 Promille. Zur Behandlung musste sie danach zehn Tage in der Klinik bleiben.

Arzt ist für die Justiz kein Unbekannter

Der Angeklagte ließ seinen Anwalt die Vorwürfe dementieren. Er habe am Morgen nach seiner Frau gesehen und die habe fest geschlafen. Sie müsse also gestürzt sein, als er das Haus bereits verlassen hatte. Das glaubte das Gericht ihm nicht.

Der Arzt ist für die Justiz kein Unbekannter. Er ist bereits mehrfach straffällig geworden. Erst im Frühjahr hatte ihn ein Gericht wegen Alkohol am Steuer zu einer Strafe von einem halben Jahr ohne Bewährung verdonnert – nachdem er zuvor wegen gleicher Delikte schon dreimal verurteilt worden war und auch seinen Führerschein hatte abgeben müssen.

Von DNN

Ein 64 Jahre alter Dresdner steht im dringenden Verdacht, am Dienstag seine Ehefrau getötet zu haben. Der Mann, der die Beamten selbst informiert hatte, befindet sich in Untersuchungshaft.

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