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Polizeiticker Telefonbetrüger treiben in Dresden ihr Unwesen
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Telefonbetrüger treiben in Dresden ihr Unwesen

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17:27 21.06.2020
Symbolfoto Quelle: dpa
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Dresden

Am Freitag und Samstag trieben in Dresden wieder Telefonbetrüger ihr Unwesen. In insgesamt fünf polizeibekannten Fällen, kontaktierten Unbekannte Senioren und versuchten diese um ihr Erspartes zu bringen. Die meisten Opfer erkannten den Betrug und ließen sich nicht auf die falschen Versprechen ein – in einem Fall hatten die Gauner jedoch Erfolg.

Am Freitagnachmittag erhielt ein 90-Jähriger einen Anruf eines angeblichen Bekannten, der vorgab, in finanziellen Nöten zu sein und 20.000 Euro für eine Wohnungsversteigerung zu brauchen. Der 90-Jährige glaubte dem Anrufer und willigte zu einem Treffen an einem nahe gelegenen Geldinstitut ein. Eine Bank-Angestellte alarmierte jedoch die Polizei, da ihr die Geldabhebung seltsam vorkam. Der unbekannte Anrufer erschien nicht.

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Ähnliche Fälle auch in der Region

Ein anderer Senior konnte die Betrüger ebenfalls rechtzeitig enttarnen. Dem 76-Jährigen wurde am Telefon ein Geldgewinn in Höhe von 85.550 Euro offeriert. Um die Summe zu erhalten, sollte er PlayStation-Karten im Wert von 500,- Euro kaufen und diese den Geldboten übergeben, da diese kein Bargeld entgegen nehmen dürften. In einem weiteren Gespräch verdächtigte der Senior den Anrufer des Betrugs. Daraufhin wurde dieser ausfällig, drohte mit Anzeige und legte auf.

Erfolg hatten die Gauner lediglich bei einem 83-jährigen Dresdner. Dieser erhielt über zwei Tage immer wieder Anrufe von Unbekannten, die ihm geschickt Geldgewinne in Höhe von 138.000 Euro versprachen. Die Gebühren für den Transport des Geldes solle er in Form von Google-Play-Karten begleichen. Der 83-Jährige ging auf den Schwindel ein und übermittelte die Codes telefonisch. Die Betrüger brachten ihn so um eine Summe von 6.000 Euro.

Zwei weitere Senioren erkannten den Betrug der angeblichen Enkel, Notare oder Bekannten sofort und beendeten das Gespräch. Auch im Dresdner Umland kam es am Wochenende zu ähnlichen Fällen – doch auch hier gingen die Telefonbetrüger leer aus.

Von fg