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Polizeiticker Rechte Pöbeleien in der Herkuleskeule: LKA übernimmt Ermittlungen
Dresden Polizeiticker Rechte Pöbeleien in der Herkuleskeule: LKA übernimmt Ermittlungen
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17:35 13.01.2020
In der Herkuleskeule in Dresden hat es am Samstagabend einen rechten Zwischenfall gegeben. Quelle: Dietrich Flechtner (Archiv)
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Dresden

Nach den ausländerfeindlichen und verachtenden Zwischenrufen bei einer Vorstellung im Dresdner Kabarett Herkuleskeule hat das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen die Ermittlungen übernommen. Das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum prüfe eine politische Motivation, wie eine LKA-Sprecherin am Montag sagte.

Die mutmaßlich rechten Pöbler hatten die Aufführung des Stückes „Betreutes Denken“ am Samstagabend massiv gestört, sie war daraufhin unterbrochen worden. Als zwei Darsteller die Gruppe zur Rede stellten, war ein 37 Jahre alter Schauspieler mit einem Bierglas beworfen und am Kopf leicht verletzt worden.

Stück über Fake News

In dem Stück geht es um Themen wie Fake News, soziale Medien und die Überforderung des Bürgers mit Informationen in Medien aller Art. Die meisten Störer hatten das Theater im Kulturpalast vor dem Eintreffen der Polizei bereits verlassen. Drei der beteiligten Männer im Alter von 36 bis 39 Jahren sind aber namentlich bekannt, nach Angaben der Polizei stammten sie aus dem Raum Cottbus. „Der Sachverhalt wird geprüft“, sagte die LKA-Sprecherin.

Die „Herkuleskeule“ will nach dem Vorfall nichts an seinem Programm ändern. „Wir sagen weiter, was wir zu sagen haben“, sagte der Künstlerische Leiter Philipp Schaller. „Der Zugang zum Theater bleibt weiter frei und ohne Beschränkungen.“ Das Stück wird laut Spielplan das nächste Mal Anfang Februar gegeben. „Wir hoffen, dass sich unsere Zuschauer weiterhin bei uns wohl fühlen und befreit lachen können.“

„Angriff auf Menschen und die Freiheit von Kunst“

Sachsens Kulturministerin Babara Klepsch meldete zeigte sich bestürzt über die Attacke. „Das ist ein unvorstellbarer Angriff auf Menschen und die Freiheit von Kunst. Wir alle müssen diese furchtbaren und unserem Land schadenden Angriffe und Grenzüberschreitungen von Rechtsextremen bekämpfen und ein Umfeld und Umgang schaffen, der so etwas nicht zulässt und erlaubt“, so die Ministerin.

Von RND/sn/iro

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