Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Polizeiticker Polizei will Sicherheit für Radfahrer erhöhen – Hinweise der Dresdner gefragt
Dresden Polizeiticker Polizei will Sicherheit für Radfahrer erhöhen – Hinweise der Dresdner gefragt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:18 24.05.2019
Die mit Pedelecs ausgestattete Fahrradgruppe der Verkehrspolizei hat den Radverkehr im Blick. Quelle: Polizeidirektion Dresden
Dresden

Nach dem tragischen Tod eines 54-jährigen Radfahrers auf der Stauffenbergallee will die Dresdner Polizei für mehr Verkehrssicherheit für Radler auf den Straßen der Landeshauptstadt sorgen. Das soll vor allem durch mehr Verkehrskontrollen gelingen. Erstmals können dabei auch Dresdner mitreden, wo genau die Einsätze stattfinden.

Bürger können sich aktiv einbringen

Man wolle jedermann die Gelegenheit geben, sich aktiv in die Einsatzplanungen der Polizei einbringen, sagt der Dresdner Polizeipräsident Jörg Kubiessa. Das funktioniert über das Bürgerbeteiligungsportal des Freistaats, wo auch schon die ersten Hinweise von Verkehrsteilnehmern zu lesen sind.

So wird beklagt, dass Autofahrer vor ihnen fahrende Radfahrer im Kreisverkehr Altplauen überholen, dass auf der Chemnitzer Straße ohne Mindestabstand überholt wird und das es Rechtsabbieger an der Kreuzung Weißeritzstraße/Magdeburger Straße am Schulterblick mangeln lassen.

„In diesem Jahr bin ich selber an dieser Kreuzung mit dem Rad verunfallt“, schreibt der Hinweisgeber. „Der Pkw ist nach rechts Richtung Hafen abgebogen und nahm mir die Vorfahrt, dabei kam es zum Unfall und der Pkw entfernte sich unerlaubt.“

Etliche Beispiele für Fehler im Verkehr

Auch für das Fehlverhalten von Radfahrern mangelt es nicht an Beispielen, etwa am Güntzplatz, wo Radfahrer die neue Radlerfurt ignorieren und trotz rotem Ampellichts weiter entlang der Sachsenallee fahren. Es bestehe die Gefahr, dass sie dabei mit Radfahrern zusammenstoßen, die legal den Güntzplatz queren wollen. Auf der Marienbrücke stellen laut Hinweisgeber Falschfahrer eine Gefahr für Radverkehr und Fußgänger dar.

Im Portal deutet sich nach den ersten fünf Stunden eine rege Beteiligung an. Bis 15 Uhr gingen genau 200 Meldungen ein. Im ersten Überblick wünschen sich die Dresdner vor allem mehr Kontrollen mit der Zielrichtung „Seitenabstand“ sowie „Rotlicht/Grünpfeil“, teilte die Polizei mit. Die gewünschten Kontrollorte verteilten sich über das Stadtgebiet, wobei die Innenstadt sich etwas abhebe.

Die Polizei sammelt nun diese Hinweise, bewertet sie und wird sie mit den bekannten, statistisch erfassten Unfallschwerpunkten abgleichen, an denen klassischerweise Verkehrskontrollen stattfinden. Man bereite derzeit mehrere Einsätze vor, die Mitte Juni starten sollen, heißt es. Ziel sei es dabei, alle Verkehrsteilnehmer für den Schutz von Radfahrern zu sensibilisieren.

Höhere Akzeptanz für die Verkehrssicherheit

„Wir versprechen uns von der Möglichkeit der direkten Beteiligung eine höhere Akzeptanz für das Thema Verkehrssicherheit“, hofft Polizeipräsident Kubiessa darüber hinaus auch auf bleibende Effekte. „Gleichzeitig können wir damit konkreter auf individuelle Sicherheitsbedürfnisse eingehen.“

Hintergrund für die Einsatzkampagne ist, dass 2018 deutlich mehr Radfahrer auf Dresdens Straßen verunglückten als noch in den Vorjahren. Während in der Landeshauptstadt insgesamt weniger Verkehrsunfälle registriert wurden, stiegen die Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung um mehr als ein Zehntel, bei Unfällen mit Personenschaden um fast 14 Prozent.

Lag die Zahl der beteiligten Radfahrer im Jahr 2017 noch bei 1386, stieg sie im vergangenen Jahr auf 1563 an. Insgesamt 1276 Personen wurden bei diesen Verkehrsunfällen verletzt, 1168 und damit die große Mehrheit waren Radfahrer. Die Hauptschuld lag bei einem Drittel dieser Unfälle beim Radfahrer.

https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/smi/beteiligung/aktuelle-themen/1015188

Von uh

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Freitagmittag ist es zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn gekommen. Die Fahrerin eines Opels kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Leitplanke.

24.05.2019

Nach dem tödlichen Unfall an der Stauffenbergallee bittet die Polizei nun die Öffentlichkeit um Mithilfe. Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich zu melden.

24.05.2019

Am Donnerstag hat ein Lkw einen 54 Jahre alten Radfahrer an der Stauffenbergallee erfasst. Der Radler erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Der Laster-Fahrer erlitt einen Schock.

23.05.2019